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Flüchtlingshilfe : Iranisches Ehepaar darf doch arbeiten

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

CDU-Bundestagsabgeordneter Mark Helfrich besucht Familie Mehdipour in Wilster und klärt über eine neue Gesetzesänderung auf.

Es gibt gute Nachrichten für Asylbewerber und damit auch für die Familie Mehdipour aus Wilster: Bei einem Jobangebot dürfen sie unter Berücksichtigung gewisser Richtlinien arbeiten. Bis November 2014 galt, dass Flüchtlinge erst dann Arbeit aufnehmen können, wenn sie eine Asylgenehmigung erhalten haben, auf die sie oft mehrere Jahre warten müssen. So auch im Fall der Familie Mehdipour (wir berichteten): Amir und Hamideh Mehdipour warten seit zwei Jahren auf eine Genehmigung ihres Antrages auf Asyl. In dieser Zeit durften sie keine Arbeit aufnehmen, was sich für sie jetzt aber zum Guten ändern wird. Was ihnen bislang noch nicht bewusst war, ist eine geänderte Gesetzesregelung, über die sie nun der für Steinburg, Dithmarschen Süd und die Region Bad Bramstedt zuständige CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich informierte. Dieser wurde auf den Fall der Mehdipours durch unseren Artikel Ende Januar über die Flüchtlingsfamilie aus dem Iran aufmerksam und stellte dabei fest, dass sich die Familie offenbar noch nicht auf dem neuesten Informationsstand befand. Dies wollte er aufklären und stattete den Mehdipours nun einen Besuch ab, um sie über die Änderung ihrer Situation aufzuklären.

„Beide dürfen auf eine Zustimmung zur Ausübung einer Beschäftigung hoffen, wenn ihnen jeweils ein konkretes Arbeitsangebot vorliegt. Möglich macht dies eine Änderung der Verordnung über die Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern, die im November letzten Jahres in Kraft getreten ist“, so Helfrich. Mit dem „Gesetz zur Einstufung weiterer Staaten als sichere Herkunftsstaaten und zur Erleichterung des Arbeitsmarktzugangs für Asylbewerber und geduldete Ausländer“ wurde zudem im Oktober vergangenen Jahres beschlossen, dass Ausländerinnen und Ausländern, die eine Duldung besitzen, bereits nach drei Monaten durch die Bundesanstalt für Arbeit eine Zustimmung zur Ausübung einer Beschäftigung erteilt werden kann, dann jedoch „unter den Anwendung der Vorrangprüfung“.

„Da die Familie Mehdipour bereits seit zwei Jahren in Deutschland lebt, profitiert sie von dieser neuen Erleichterung für Asylbewerber. Damit verbunden ist zwar keine pauschale Arbeitsgenehmigung für das Ehepaar Mehdipour. Bekommen Herr und Frau Mehdipour jedoch einen Job angeboten, müssen sie sich nur noch unter Vorlage des Arbeitsvertrages bei der zuständigen Ausländerbehörde melden“, so Helfrich weiter.
Er habe dem Ehepaar daher empfohlen, sich an den Kreis Steinburg zu wenden und nachzufragen, ob und unter welchen Voraussetzungen die Aufnahme einer Arbeit möglich ist oder gleich einen Antrag auf Erlaubnis zur Aufnahme einer konkreten Erwerbstätigkeit zu stellen.

Helfrich wird sich zudem erkundigen, warum die Familie bereits seit zwei Jahren auf eine Asylgenehmigung warten muss. Er wisse, dass der Ansturm an Bewerbern groß ist.Iranische Flüchtlinge müssten im Durchschnitt etwa 14,5 Monate auf eine Genehmigung warten. Helfrich habe keinen Einfluss auf die Entscheidung, werde sich jedoch in diesem Fall erkundigen und der Familie anschließend Bericht erstatten, versprach der Christdemokrat.

Amir und Hamideh Mehdipour freuen sich riesig, dass sie nun nach langem Warten endlich arbeiten dürfen. Selma und Karl-Wilhelm Steenbuck unterstützen die beiden weiterhin, wo sie können und suchen gemeinsam mit dem Ehepaar sämtliche Behörden auf. „Jetzt gehen wir endlich los“, freut sich Selma Steenbuck.

 

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