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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 05:13 Uhr

Intensives Training mit dem Puk

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eishockeycamp des SV Brokdorf war wieder ein voller Erfolg / 44 Kinder und Jugendliche feilten an ihrer Technik

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 18:27 Uhr

Reges Training auf dem Eis: Den Puk führen, passen, Schusstechniken und Abwehrverhalten: Die Teilnehmer hatten – wenn sie nicht schon länger Eishockey spielen – in kurzer Zeit bereits einiges gelernt. Das 5. Eishockeycamp des SV Brokdorf im Elbe Ice Stadion war auch dieses Mal ein voller Erfolg. 44 Teilnehmer zwischen fünf und 16 Jahren, darunter auch fünf Mädchen, erhielten drei Tage lang einen Crash-Kurs im Eishockey oder konnten ihre Technik hier verfeinern. „Wir hätten noch viel mehr Teilnehmer aufnehmen können“, so der Leiter Eishockey, Martin Reich, „aber da unsere Eishockeyausrüstung begrenzt war, mussten wir auch ihre Zahl begrenzen.“ Zu einem Großteil waren dies Vereinsmitglieder. Mehr als ein Drittel kam vom SV Brokdorf, aber es waren auch einige von den „Molots“, den „Musketeers“ und von der Hobbymannschaft „Falken“ (alle aus Hamburg) dabei. So kümmerten sich sechs Trainer und Torwarttrainer um die Nachwuchs-Cracks.

Damit alle bei den bisweilen achtstündigen Einheiten genügend Zeit auf dem Eis verbringen konnten, wurden sie je nach Alter in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die eine Gruppe in die Sporthalle ging und dort das Spielverständnis in verschiedenen Ballsportarten trainierte, blieben die anderen auf dem Eis, nach einigen Stunden wurde gewechselt. In der Eishalle wurde zunächst das Schlittschuhlaufvermögen festgestellt. „Das war überdurchschnittlich gut, wir waren auch erstaunt von den zwölf, die ganz neu dabei waren“, so Martin Reich. Auf dem Eis wurde ihnen der sichere Umgang mit dem Schläger vermittelt, es gab Geschicklichkeitsübungen zur Körper-Puk-Schläger-Koordination und Zielübungen aufs Tor. Eingeübt wurden auch Standardsituationen, die hier aber noch strenger ausgeführt werden als beispielsweise beim Fußball. „Leider hatten wir keine Torwart-Interessenten dabei, aber es haben sich etablierte Profi-Torhüter dazu bereit erklärt“, so Martin Reich. Drei Tage lang wurden die gleichen Übungen immer wiederholt, was eine deutliche Steigerung der Fertigkeiten zur Folge hatte. Zwischen den Einheiten wurden die Spieler mit Obst, Gemüse, Getränken, Kaffee und Kuchen versorgt, die von den Eltern und Vereinsmitgliedern zur Verfügung gestellt wurden.

Das Camp machte den Teilnehmern viel Spaß. So auch Nikita und Kevin von den „Musketeers“ (beide 10). Während Nikita die Kufen seit vier Jahren unterschnallt, steht Kevin bereits seit seinem 4. Lebensjahr auf dem Eis. „Das Eishockey zu trainieren und besser zu werden, lerne ich hier“, sagte Nikita. „Man wird viel besser in der Passgenauigkeit“, befand Kevin, bevor sich beide wieder mit Schläger und Helm aufs Eis stürzten. Durch die Geschwindigkeit vom Stürmen zum Verteidigen sei Eishockey die schnellste Mannschaftssportart der Welt und biete einen guten Zusammenhalt, so Martin Reich. „Man trainiert nicht nur den Körper, sondern aufgrund der wesentlich komplexeren Spielzüge als in anderen Mannschaftssportarten auch den Geist.“

Die Kleinen lernten von denen, die in Hamburg höherklassig in der Deutschen Nachwuchs- und Bundesliga spielen. Aus Brokdorf gebe es bereits drei Jugendspieler, die es bis in die Bundesliga geschafft haben: Marc Stüven bei den „Young Freezers“ (Deutsche Nachwuchs-Liga), Claas Steffen (Jugend-Bundesliga) und Bent Meyer (Schüler Bundesliga).

Und: Das Eishockeycamp sowie auch die ganze Sparte haben sich mittlerweile etabliert, so dass es den Teilnehmern auch nach dem Ende des Camps jederzeit möglich sei, zum weiteren Schnuppertraining zu kommen. „Vielleicht“, so hofft Martin Reich, „können wir so eine Aktion ja auch einmal für Erwachsene machen.“

 

>Froh wäre die Eishockey-Sparte des Sportvereins über Sponsoring oder Spenden. Interessierte können sich beim SV Brokdorf unter E-Mail: barracudas@svbrokdorf.de melden; Infos: www.sv-brokdorf-barracudas.de.

 

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