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Fachsymposium Jugend - Bildung - Beruf : Intensiver Erfahrungsaustausch

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Bei der dritten Bildungsfachtagung in Wilster diskutieren 50 Profis über ihre Arbeit mit Jugendlichen an der Schnittstelle von der Schule zum Beruf. Damit schreibt das Regionale Übergangsmanagement (RÜM) einmal mehr einen Erfolg.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 05:56 Uhr

Die Projektphase des Regionalen Übergangsmanagements Steinburg (RÜM) ist beendet. „Aber der Kreis denkt darüber nach, RÜM fortzusetzen“, erklärte Lothar Schramm von der Bildungsagentur Steinburg am Rande des dritten RÜM-Fachsymposiums „Jugend – Bildung – Beruf“ im Mensa-Bereich der Gemeinschaftsschule Wilster. Ein Symposium, zu dem alle Akteure der Übergangsgestaltung von der Schule in den Beruf eingeladen waren – Verantwortliche der beruflichen Orientierung an Schulen, Schulpädagogen, Coachingfachkräfte, Bildungs- und Berufseinstiegsbegleiter. 50 Teilnehmer zählte Organisator Lothar Schramm, für ihn auch ein Zeichen des Projekt-Erfolgs. An diesem Nachmittag ging es noch einmal um Möglichkeiten, Chancen und Perspektiven an der Nahtstelle Schule – Beruf, den Abgleich unterschiedlicher Arbeitsansätze und Aufgabenstellungen sowie um Erfahrungsaustausch und neue Ideen. An Stellwänden wurden die einzelnen Aktivitäten der Anwesenden im Bereich Berufsvorbereitung dargestellt.

Besonders großes Interesse rief aber zum Auftakt der Vortrag „RÜM Steinburg – Dokumentation und Perspektiven“ hervor. Die Ergebnisse der verschiedenen Erhebungen wie Übergangsstatistik, berufsorientierende Angebote der Sekundarstufe-1-Schulen, Wahrnehmung und Wirkung dieser Angebote und der Einfluss von Helfern und Beratern auf Jugendliche im Berufswahlprozess boten eine gute Diskussionsgrundlage.

„Die Idee, den professionellen Akteuren ein zielgerichtetes Forum zu bieten, hat sich bewährt“, unterstrich Lothar Schramm in seinem Resümee. Er hat mit dem Regionalen Übergangsmanagement 15 große Projekte mit angestoßen und vieles konzeptionell unterstützend begleitet. Als ein Beispiel erfolgreicher Projekte nannte er die Einführung des Seniortrainers.

Intensiver Erfahrungsaustausch und fachbezogene Diskussionen hätten in wechselnden Konstellationen stattgefunden. Die zweite Phase dieses Fachsymposiums habe sogar rigoros beendet werden müssen, um das abschließende Plenum mit Fragen und Thesen-Gewitter starten zu können. So intensiv setzten sich die Symposium-Teilnehmer mit der Thematik auseinander. Nach ruhigem Beginn entwickelte sich dabei eine lebhafte Debatte. Neben inhaltlichen Aspekten wie zum Beispiel präventive Ansätze in der Berufsorientierung und Intensivierung der Elternarbeit im Berufswahlprozess, standen die Sicherung der RÜM-Ressourcen und die Fortführung des Regionalen Übergangsmanagements Steinburg im Mittelpunkt der Diskussion.

Schramm: „Die Gemeinschaftsschule Wilster erwies sich wieder einmal als toller Tagungsort. Räumlichkeiten, Atmosphäre und das Catering sorgen für einen angenehmen Tagungsrahmen.“

Dieses Fachsymposium in Wilster durchzuführen, hatte seinen Grund in der engen Kooperation mit dem RÜM Steinburg. „Die Gemeinschaftsschule Wilster ist in vielerlei Hinsicht ein Vorreiter in der Berufsorientierung“, unterstrich Lothar Schramm. Maßgeblicher Initiator dafür war der ehemalige stellvertretende Leiter der Gemeinschaftsschule Wilster, Diethelm Bogner. Schramm zählt dazu die berufsorientierten Projekte an der Gemeinschaftsschule auf: Die erste Flexklasse im Kreis Steinburg, das Projekt „Unternehmerführerschein“, das Projekt „Arbeiten und Lernen“ und die proaktive Beteiligung an den Landesprojekten „Kompetenzorientierte Berufswegeplanung“ und dem „Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt“.

Gleichzeitig hob Schramm die positive Resonanz auf die Arbeit des Regionalen Übergangsmanagements in Kreisverwaltung und Politik hervor. „Wir haben in den drei Jahren immer wieder den Kontakt gesucht.“ Die Stimmung sei angesichts des Erfolges positiv. Im April dieses Jahres sprach sich der Jugendhilfeausschuss des Kreises Steinburg für die Fortführung von RÜM aus. Lothar Schramm erarbeitet ein Konzept zu der durch RÜM geschaffenen Infrastruktur, das Grundlage für Beratungen in den Fraktionen und für die Haushaltsberatungen 2014 sein wird.

Dabei wird ein wichtiges Augenmerk auf die Initiierung, Unterstützung und Koordinierung von Projekten gelegt werden. Berufsorientierung an den Schulen soll im Zentrum der Arbeit stehen und ein besonderes Problemfeld wird ins Auge gefasst: Schulabsentismus (Schulschwänzen). Insgesamt geht es um die Nachhaltigkeit der Projekte, auf die die RÜM-Aktivitäten ausgerichtet sind.

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