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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 02:07 Uhr

Innenstadt wird Sanierungsgebiet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 23.Feb.2017 | 05:00 Uhr

In den kommenden 15 Jahren soll nicht alles anders, aber vieles besser werden in der Innenstadt. Eine 29 Hektar große Fläche wird offiziell zum Sanierungsgebiet erklärt. Der Stadtentwicklungsausschuss hat den Plan am Dienstag einstimmig gebilligt, heute entscheidet die Ratsversammlung.

Der Ausgangspunkt sind „städtebauliche Missstände“, wie es im Baugesetzbuch heißt. Mit der Sanierung soll die Innenstadt „wesentlich verbessert und umgestaltet“ werden, wie es in der Satzung für das Gebiet heißt. Mehr als 17 Millionen Euro sehen grobe Kostenschätzungen dafür vor, ein großer Teil davon soll mit Mitteln der Städtebauförderung finanziert werden. Deshalb ist das Kieler Innenministerium stets eng eingebunden. Die Stadt muss ein Drittel der Kosten tragen.

„Ich bin erstaunt, wie viel Sanierungsbedarf wir in der Stadt haben“, sagte Heinz Köhnke (CDU) im Ausschuss. Festgehalten ist er im Berichtsentwurf für die vorbereitenden Untersuchungen sowie im integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept. Es empfiehlt ein ganzes Bündel von Vorhaben, die nach und nach abgearbeitet werden sollen. Wichtige Handlungsfelder sind demnach das Theaterumfeld, Fußgängerzone und La-Couronne-Platz, die Qualifizierung von Wohn- und Geschäftsstraßen und ein Flächenmanagement im zentralen Einkaufsbereich.

Eine wichtige Rolle spielt dabei die Störschleife: Das Ziel ist, den gesamten Flussverlauf mit Hilfe „künstlicher wasserbaulicher Anlagen“ wieder herzustellen. Das hatte die Politik im Dezember festgelegt, dann ging der Bericht nach Kiel. Von dort seien nur kleine redaktionelle Änderungen gekommen, so Marc Springer, Leiter der Stadtplanung.

Für Gebäudeeigentümer bringt das förmliche Sanierungsgebiet Einschränkungen: Bauvorhaben müssen sie absprechen, Miet- oder Kaufverträge ebenfalls. Das solle der Stadt Einfluss verschaffen, auch um Spekulationen zu verhindern, so Bürgermeister Andreas Koeppen auf Anfrage. Auswirkungen in der Praxis erwartet er nicht: „Das ist für Itzehoe nicht relevant.“ Wichtiger ist dem Verwaltungschef, dass im Sanierungsgebiet private Eigentümer bei Investitionen in ihre Gebäude einen Zuschuss erhalten können. „Jeder, der was macht, soll Unterstützung bekommen, so weit das möglich ist.“ Wie nötig das ist, hat der Bericht zu den vorbereitenden Untersuchungen festgestellt: Demnach müssen mehr als die Hälfte der Gebäude im Bereich des Sanierungsgebiets instandgesetzt oder modernisiert werden.

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