zur Navigation springen

Docke Glückstadt : Innenminister weiht Freizeitpark ein

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Land und EU fördern das 1,68 Millionen teure Projekt in Glückstadt: Themenpark Fisch und Skaterparcours soll vor allem Jüngere anlocken.

von
erstellt am 13.Mai.2014 | 05:00 Uhr

Einst Kriegshafen, dann Schwimmbad im 19. Jahrhundert und später Holzhandlung: Die Entwicklung des drei Hektar großen Areals am Außenhafen ist vielseitig. Jetzt ist es ein Freizeitpark für alle Generationen. Innenminister Andreas Breitner hat die Anlage gestern offiziell eröffnet. „Für das Wetter bin ich nicht verantwortlich“, scherzte er angesichts des heftigen Regens.

Seit 1971 hat das Land die Sanierung der Stadt mit 44 Millionen Euro bezuschusst. „Dies ist jetzt das letzte Puzzlestück“, sagte Andreas Breitner zur Sanierung des Areals auf der Docke. Für dieses flossen aus Kiel rund eine Million Euro an Städtebaufördermitteln. Aus einer „leblosen Industriebrache“ sei in vorbildlicher Weise ein lebendiger Ort für Freizeit entstanden. Der Minister wünsche allen eine tolle Erfahrung. Und er verwies auf die „tollen Graffiti“ an den Spundwänden.

Bürgermeister Gerhard Blasberg ging auf die Geschichte des Grundstückes ein. „Wir stehen hier auf geschichtsträchtigem Boden, dem ehemaligen Dockhafen der dänischen Flotte. Der Hafen hatte im 18. Jahrhundert ausgedient und wurde um 1900 zugeschüttet.“ Vorher hätte er noch als Freibad für die Glückstädter gedient. Viele Jahre war die Holzhandlung Gehlsen auf dem Areal, bis sie im Jahr 2000 in Konkurs ging. Nach dem Abriss der Gebäude lag das Grundstück viele Jahre brach. Vor zwei Jahren kaufte die Stadt das Areal dann vom Land. „Ursprünglich hatten wir einen Hafen geplant“, sagte Blasberg. „Wir haben uns dann aber für die friedliche Lösung entschieden und auf den Elbezoll verzichtet“, scherzte er in Anspielung auf die Gründungsgeschichte der Stadt, als Schiffe gen Hamburg Wegezoll zahlen mussten.

Auch die Pläne für einen Sportboothafen seien gescheitert, jetzt sei eine „wunderbare Lösung gefunden“. Denn der Freizeitpark nehme ein Stück Glückstädter Historie auf – die lange Tradition des Fischfanges. Damit verwies er auf den Themenpark Fisch, der mit Mitteln der EU gefördert wurde. Für den spielerischen Fischpark seien vor allem Kinder und Jugendliche die Zielgruppe. Aber auch für Erwachsene, in denen noch das Kind stecke. Allen Generationen wünschte er auf dem Areal „schöne Stunden zu erleben“.

Kreispräsident Peter Labendowicz erklärte: „Der Freizeitpark ist eine Bereicherung für den ganzen Kreis Steinburg. Ich freue mich, dass wir Zeugen eines historischen Augenblicks sind. Ich gratuliere zu dem Schmuckstück, wünsche alles Gute und Petri Heil.“

Weil es sehr heftig regnete, erfreuten sich die zahlreichen Gäste zunächst mit Häppchen vom Restaurant Dückerstieg und Matjes von Henning Plotz. Erst als es kurz aufklarte, griffen Minister, Bürgermeister und Kreispräsident zur Schere, um das offizielle Band zu durchschneiden. Umgeben wurden sie von vielen kleinen Kindern.

Gekommen war auch Meno Schradder, der „Wetterexperte des NDR“. Der Meteorologe und sein Kameramann kämpften auch mit dem Regen. Trotzdem machten sie ihre Aufnahmen für die Wettervorhersage von einer der Aussichtsplattformen mit Blick auf Elbe.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert