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Was macht eigentlich... : Ingo Schlüter – Lehrer aus Leidenschaft

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Seitenwechsel: Von Kollmar über die Elbe.

Wenn morgens um 7.30 Uhr das Klingeln ertönt, starten Schüler und Lehrer in ihren Schultag. Auch Ingo Schlüter gehört zum Kollegium an der Elbmarschen-Schule im niedersächsischen Drochtersen. Dabei stammt der 41-Jährige gebürtig aus Kollmar. Sein Beruf als Lehrer hat ihn ans gegenüberliegende Elbufer gebracht.

Nach dem Abitur am Detlefsengymnasium 1993 leistete Schlüter seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr in Itzehoe ab. Danach studierte er in Kiel, machte dort sein Referendariat. Auf der Suche nach einer Arbeitsstelle führte ihn sein Weg anschließend nach Drochtersen. „Nach dem zweiten Staatsexamen war ich natürlich auf der Suche nach einer Festeinstellung“, erzählt Schlüter.

Nachdem sich in Schleswig-Holstein nichts finden ließ, flatterte ein Angebot aus Niedersachsen ins Haus. „Es passte einfach“, begründet er seinen Seitenwechsel. Später bekam er zwar noch ein Angebot von der Gemeinschaftsschule in Glückstadt, lehnte dies aber ab, da er an der Elbmarschen-Schule bereits „in Lohn und Brot“ stand.

Als Realschullehrer für Mathematik und Sport nahm er seine Anstellung damals auf – rund sieben Jahre später wurde er stellvertretender Schulleiter der Gesamtschule, die heute etwa 1000 Schüler zählt. Nach zehn Jahren dort gehört jetzt nicht nur das Unterrichten zu seinem Tagesgeschäft: Die Stundenpläne aller Schüler und Kollegen liegen in seiner Hand, er übernimmt weitere Aufgaben in der Schulleitung und wirkt mit Freude und Begeisterung in vielen Bereichen des Schullebens mit.

Viel Zeit für anderes bleibt da nicht: Die Freizeit gehört Schlüters Familie – seiner Frau Sandra und Tochter Freya – das zweite Kind wird in wenigen Tagen zur Welt kommen – und seinem Freundeskreis. Das Kanu bleibt dafür meist auf dem Trockenen, und seine Lieblingssportart Rugby gehört der Vergangenheit an.

Der Kontakt nach Glückstadt und Kollmar besteht nach wie vor. Etwa ein Mal im Monat geht es für den Lehrer in die alte Heimat. „Ich habe dort eine große Familie“, erzählt er. Um zu ihr zu gelangen, wählt er mit Frau und Kind meist den Weg über Hamburg. „Das geht schneller – gerade zur Urlaubszeit“, weiß er. Zudem gehört Schlüter bis heute dem Ehemaligenverein „Ole Primoner“ des Detlefsengymnasiums an, der jährliche Treffen an der Elbe veranstaltet. Während der Kontakt zu seinen ehemaligen Mitschülern insgesamt „recht überschaubar“ ist, traf er viele davon im vergangenen Jahr beim 20-jährigen Abi-Treffen wieder. Von Flensburg bis Moskau reisten die Ehemaligen dafür an.

Mit nur wenigen Kilometern Luftlinie lebt Ingo Schlüter dagegen nur einen Katzensprung von seinem Heimatort entfernt. Aber: „Man bekommt wenig, um nicht zu sagen gar nichts“ von der anderen Elbseite mit, wenn man im Landkreis Stade wohnt, stellt Schlüter immer wieder fest. „Eigentlich genau so wie umgekehrt.“ Informationen über die Geschehnisse aus Glückstadt, das Neueste vom Matjes oder über den Fortschritt der A20-Planung erhalte er nur über Freunde und Familie. „In den Medien ist nur das, was diese Elbseite tangiert“, so Schlüter. Für ihn ist es ein Grund mehr, regelmäßig „rüber zu fahren“, ans andere Ufer der Elbe.

 

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