zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 22:20 Uhr

Neuwahlen : Ingo Köhne neuer Bürgermeister

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Breitenburger Gemeindevertretung einstimmig für neues Ortsoberhaupt. Nächste Woche wird Vertrag mit Kasernen-Investor Michael May geschlossen.

Breitenburg hat einen neuen Bürgermeister: Die Vertretung wählte Ingo Köhne (KWG) einstimmig zum Gemeindeoberhaupt und damit zum Nachfolger von Elke Ranzau. Die Neuwahl war erforderlich geworden, weil die bisherige Amtsinhaberin im vergangenen Herbst nach schwerer Krankheit starb.

Ingo Köhne ist 1956 geboren und lebt seit 27 Jahren in der Gemeinde. Er ist verheiratet und hat einen Sohn. Der Gas- und Wasserinstallateurmeister arbeitete bis zu seinem Eintritt in den Vorruhestand für verschiedene Energieversorger. In die Kommunale Wählergemeinschaft eingetreten ist Ingo Köhne vor fünf Jahren, seit dem vergangenen Jahr ist er Mitglied des Gemeindeparlaments, für das er auch als stellvertretender Bauausschussvorsitzender Verantwortung trägt.

Den Vorschlag, Ingo Köhne zum Bürgermeister zu wählen, brachte für die KWG-Fraktion Breido Graf zu Rantzau ein: „Die KWG ist überzeugt, dass er es gut machen wird.“ In Anspielung auf den Vorruhestand des Kandidaten betonte der Vorsitzende der Wählergemeinschaft: „Gut ist auch, dass das Amt in seine jetzigen Lebensumstände passt.“

In seiner Vorstellungsrede sagte Ingo Köhne, dass es im Orte verschiedene handwerkliche Baustellen gäbe. Demzufolge hoffe er als gelernter Handwerker, die Aufgaben auch zu bewältigen: „Ich habe keine Angst vor der Aufgabe, aber geben Sie mir etwas Zeit“, sagte Ingo Köhne zu den Anwesenden.

Nach seiner Wahl erfolgten Verpflichtung, Ernennung und Vereidigung durch die stellvertretende Bürgermeisterin Rita Mühle, die die Amtsgeschäfte im November 2013 von Elke Ranzau übernommen und bis jetzt als „Fulltimejob“ fortgeführt habe. Bei seiner Stellvertreterin bedankte sich Ingo Köhne mit einem Blumenstrauß für die geleistete Arbeit zum Wohle der Gemeinde Breitenburg.

Neu in der Gemeindevertretung ist Julia Skerswetat (KWG). Sie wurde von Rita Mühle willkommen geheißen und in die Aufgaben einer Gemeindevertreterin eingeführt. Zu Beginn der Gemeindevertretersitzung hatte Rita Mühle mitgeteilt, dass der städtebauliche Vertrag über den Bebauungsplan Nr. 9 (Nordoer Heide) auf dem Gelände der ehemaligen Freiherr-von-Fritsch-Kaserne zwischen der Gemeinde Breitenburg und dem Itzehoer Investor May kurz vor der Unterschrift stehe. Die Unterzeichnung soll kommenden Donnerstag erfolgen.

Nachdem die Personalentscheidungen getroffen waren und die Beschlussfassung über die Jahresrechnungen 2010 bis 2012 erfolgt war, diskutierten die Gemeindevertreter die Situation des örtlichen Feuerwehrgerätehauses. Auf Vorschlag der KWG, eingebracht von Karl-Heinz Bahr, beschloss der Gemeinderat bei Enthaltung der SPD-Fraktion den Verzicht auf einen Neubau. Stattdessen wird die Planung für eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes fortgeführt. Im Haushalt 2014 stehen dafür 350 000 Euro bereit. Im Zuge der Diskussion warben sowohl Andreas Kropius als auch sein Fraktionskollege Karl-Heinz Meier dafür, auch andere Modelle – zum Beispiel das eines Neubaus an anderer Stelle – gegen zu rechnen. Andreas Kropius: „Verlässliche Parallelberechnungen für solch ein Projekt sind nicht vorhanden, der jetzige Standort ist nicht zukunftsträchtig.“ Dem widersprach Breido Graf zu Rantzau mit Blick auf die im Raume stehende Zahl von einer Millionen Euro Gesamtkosten für einen Neubau: „Wir sind nicht bereit, die Gemeinde mit einer größeren Summe zu überschulden.“

 

zur Startseite

von
erstellt am 14.Feb.2014 | 05:10 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen