zur Navigation springen

Wirtschaft : Industrie braucht gute Infrastruktur

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brunsbütteler Werkleiter im Gespräch mit CDU-Landeschef Reimer Böge: Ausbau A20 und B5 gelten als unverzichtbar für den Wirtschaftsraum der Schleusenstadt.

In einer Verbesserung der Infrastruktur für die schleswig-holsteinische Westküste sieht der CDU-Landesvorsitzende und Europaabgeordnete Reimer Böge eine wesentliche Herausforderung für die Zukunft. Darin ist sich der Christdemokrat aus Hasenmoor (Kreis Segeberg) einig mit dem Bundestagskandidaten der CDU im Wahlkreis Steinburg/Dithmarschen, Mark Helfrich, dem Brunsbütteler CDU-Landtagsabgeordneten Jens Magnussen und den Werkleitern der in Brunsbüttel ansässigen Industrie.

Im Kernkraftwerk ging es im Gespräch mit dem stellvertretenden Kraftwerksleiter Heiko Rades und Hafen-Geschäftsführer Frank Schnabel um die anstehenden Fragen des Rückbaus und um Möglichkeiten, was danach passieren soll. „Die Region braucht eine langfristige Industriepolitik und einen neuen Schub für Dinge, die hier schon in den 60er und 70er Jahren angeschoben wurden“, sagte Reimer Böge in einem abschließenden Pressegespräch im Yachthafen-Restaurant.

Nach der Abschaltung des Kernkraftwerks Brunsbüttel und der jetzt eingeleiteten Energiewende sehen Böge und Helfrich „eine Riesenchance für die Region“. Von den Investitionen in die Windenergie und Offshore-Anlagen versprechen sie sich Entwicklungen, mit denen der Wirtschaftsraum letztlich zu den Gewinnern zählen könnte.

Für Sasol-Geschäftsführer Dr. Kay Luttmann spielt die verkehrliche Infrastruktur eine große Rolle. Reimer Böge plädierte in diesem Zusammenhang für den unverzüglichen Weiterbau der A 20 mit dem Elbtunnel bei Glückstadt, dem sechsspurigen Ausbau der A 7 und für den Wirtschaftsraum Brunsbüttel für einen dreispurigen Ausbau der B 5 ab Itzehoe.


Baureife Planungen unerlässlich


Die Westküste dürfe nicht auf der Strecke bleiben: „Wir haben nicht die Zeit, bis zum Jahr 2020 zu warten“, betonte Böge und forderte die baureife Entwicklung der Planungen. Mark Helfrich empörte sich: „Selbst wenn Berlin 500 Millionen Euro für Verkehrsprojekte in Schleswig-Holstein bereitstellen würde, könnte das Land keine einzige davon abrufen.“ Es fehle einfach an baureifen Plänen. Jens Magnussen plädierte für ein „abgestimmtes norddeutsches Baustellenkonzept für die A 7 und A 20“.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt in Brunsbüttel, so erfuhren die CDU-Politiker von dessen Pressesprecher Thomas Fischer, sei jetzt dabei, die notwendigen Dinge für den Nord-Ostsee-Kanal auf den Weg zu bringen. Schleusensanierung, der Bau der fünften Kammer sowie eine weitere Vertiefung des Kanals sind für Reimer Böge notwendige Schritte, „damit der Kanal auf Dauer seine Funktion erfüllen kann“.

zur Startseite

von
erstellt am 29.Aug.2013 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen