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Seifenkistenrennen : In Opas Ferrari durch die Dorfstraße

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

28 Fahrer gingen beim Seifenkistenrennen des Kreisjugendrings in der Itzehoer Dorfstraße an den Start. Nicht nur Schnelligkeit, sondern auch Schönheit der Kisten wurden bewertet. Im Rahmenprogramm wurde eine Spielmeile geboten.

„Auf die Plätze, fertig, los!“ ertönt es durch die Itzehoer Dorfstraße – und schon flitzt eine bunte Seifenkiste nach der anderen den 400 Meter langen Weg hinunter. Bei strahlendem Sonnenschein gingen beim dritten Seifenkistenrennen des Kreisjugendrings Steinburg (KJR) 28 Fahrer in zwölf Seifenkisten an den Start. Sie fuhren, eingeteilt in vier Altersgruppen, jeweils zwei Zeitrennen, von denen das beste gewertet wurde.

Viele Seifenkisten waren in den letzten Jahren schon mit dabei, einige kamen neu hinzu, wie zum Beispiel der „JoJo-Blitz“: ein goldener Schuh, zusammengebastelt unter anderem mit den Rädern eines Kinderwagens, dem Lenker eines Fahrrads sowie einer Wohnzimmerlampe. Seinen Namen verdankt er den Fahrern Jost und Joscha. Die beiden Besdorfer nahmen zum ersten Mal an einem solchen Rennen teil – und sicherten sich gleich einen Pokal, denn ihre Kiste wurde im „Schönheitswettbewerb“ vom Publikum auf den zweiten Platz gewählt.

Auch die elfjährige Jette Wulf, deren Vater in Anlehnung an ihr Hobby Reiten eine Kiste mit einem Pferdekopf bemalt hatte, war zum ersten Mal dabei. Ein alter Hase war dagegen Sebastian Gripp. In seinem Ferrari raste er schon zum dritten Mal mit den anderen um die Wette. Als Sebastian acht Jahre alt war, sah er sich erstmals ein Seifenkistenrennen an. „Opa, baust du mir auch so eine Kiste?“ habe der Kleine damals gefragt, berichtet sein Großvater Hans Gripp. „Mir ist es egal, wie sie aussieht, nur schnell muss sie sein.“ Und so nahm Hans Gripp seinen Enkel beim Wort: Er baute drei Monate lang aus Teilen eines Kinderfahrrads und anderem Zubehör einen Ferrari. Die Mühe und die viele Freizeit, die Hans Gripp dafür opferte, haben sich gelohnt: Der Ferrari hat schon an fünf Rennen teilgenommen, von denen er zwei gewann; bei diesem Rennen war er mit 30,4 Sekunden schon wieder ganz vorne mit dabei.

Der Kreisjugendring war mit dem Ablauf der Veranstaltung vollauf zufrieden. „Die Anmeldungen waren nicht rückläufig, und wir haben, wie letztes Jahr, super Glück mit dem Wetter“, freute sich Vorsitzender Lars Möller. Außerdem konnte der KJR auf die Unterstützung der Nachbarn bauen, die kostenlos Strom zur Verfügung stellten, um zum Beispiel die Moderation durch DJ Harry Sack alias Bernd Stölting möglich zu machen. Unter anderem sponserte der Bauhof der Wankendorfer Baugenossenschaft die Veranstaltung; er stellte den Platz für das Rahmenprogramm zur Verfügung, wo verschiedene Spiele für die Kinder angeboten wurden. Es gab beispielsweise eine Hüpfburg, Ringe werfen, Schminken oder Turmbau aus Baumringen. Die Eltern konnten sich währenddessen Bratwurst oder Pommes holen oder dem Rennen zusehen.

Mit leeren Händen ging am Ende niemand nach Hause. Wer keinen Pokal gewann, erhielt eine Urkunde, eine Medaille oder einen Sachpreis.

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erstellt am 26.Aug.2013 | 17:06 Uhr

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