zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 18:50 Uhr

Zirkus zu Gast : in Krokodil zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Krokodil, Schnappschildkröte und Schlange – beim Circus Hecker kommen in Kellinghusen die Exoten groß heraus.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Menschen, Tiere, Sensationen – im Zirkus bekommen die Zuschauer oft Ausgefallenes geboten. Die Tiershow, die derzeit auf der Laurinatskoppel in Kellinghusen zu sehen ist, hebt sich davon jedoch deutlich ab. Denn sie präsentiert statt Elefanten, Hunden oder Pferden vielmehr Riesenschlangen, eine Schnappschildkröte und ein Krokodil. Am Schulberg hat der „Circus Hecker“ mit seiner „kleinsten Manege des Nordens“ bereits zwei Tage der Vorstellungen hinter sich. An diesem Wochenende haben die Besucher aber noch die Chance zu zwei weiteren: am Sonnabend und Sonntag, 3. und 4. Mai, jeweils um 15 Uhr spielen die ausgefallenen Exoten eine große Rolle.

Das Zirkusdirektoren-Paar Harald und Barbara Hecker aus Jevenstedt präsentiert die außergewöhnliche Tiershow, da Harald Hecker schon als Kind Reptilien gehalten hat. „Dressiert werden können diese nicht“, sagt er. Die eigentlich bissige Schnappschildkröte, das 1,40 Meter lange Stumpfkrokodil und die kiloschwere Schlange können sie deshalb nur herum zeigen und streicheln lassen.

„Wir halten sie gemäß der Gehegeverordnung“, erläutert er. Deshalb leben sie im größten Wagen des Zirkus mit Wasserbecken. Sie werden vor der Show in Kisten verpackt, weil sie zugempfindlich sind, dann werden die Tiere ins Zelt gebracht und hinterher wieder ins warme Terrarium gesetzt. „Die Kisten werden im Winter beheizt.“

Fünf Profiartisten bieten darüber hinaus ein 90-Minuten-Programm, das auch für kleine Kinder zugänglich sein soll und deshalb nicht zu lang sein darf, wie der Zirkusdirektor erklärt. Dafür kommt es umso abwechslungsreicher daher: Tellerjonglage, Musical-Clownerie, Akrobatik, Bauchtanz, Fakir- und Feuershow mit Pois und Stange erwarten die Zuschauer.

In diesem Jahr hat sich das Zirkus-Paar ein besonderes Highlight ausgedacht. „Wir sind der einzige Zirkus in ganz Deutschland, der derzeit marokkanische Spitzen-Akrobaten im Programm hat“, sagt Harald Hecker. Das hat bei ihnen schon Tradition, denn „wir hatten auch schon Artisten aus Simbabwe und Russland bei uns.“ Diese werden dem Zirkus über eine zentrale Stelle vermittelt, die sich unter anderem um ihre Visa kümmert. So tritt das „Trio Agadir“ mit Nuri, Hassan und Husine auf. Das Trio stapelt sich als Pyramide übereinander, liegt oder steht aufeinander oder scheint in der Luft zu schweben, alles mit purer Muskelkraft geschafft. „Und sie bauen auch schon mal Kinder in Pyramide mit ein“, so Harald Hecker.

Am Sonnabend um 14.15 Uhr ist der kleine Zirkus auch im Fernsehen zu sehen. Auf N3 gibt es die einstündige Dokumentation „Leben ohne Netz und doppelten Boden“. Ein Fernsehteams hatte den Zirkus eineinhalb Jahre begleitet.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen