Itzehoe : In kleinen Schritten zum Wasser

Aktionsflächen am Wasser: Ein Spielplatz könnte im Areal südlich des Landgerichts entstehen, schlagen die Planer in dieser Computeranimation vor. Im Hintergrund ist die Promenade entlang des Wasserlaufs zu sehen.
Aktionsflächen am Wasser: Ein Spielplatz könnte im Areal südlich des Landgerichts entstehen, schlagen die Planer in dieser Computeranimation vor. Im Hintergrund ist die Promenade entlang des Wasserlaufs zu sehen.

Planungsbüro stellt Zwischenergebnisse zur Nachbildung der Störschleife im Rahmen der Innenstadtsanierung vor

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28. Juni 2018, 05:00 Uhr

Die Planungen zur Nachbildung der historischen Störschleife in der Innenstadt nehmen weiter konkrete Formen an. Im Stadtentwicklungsausschuss stellte Dieter Grau, Geschäftsführer des Planungsbüros Ramboll Studio Dreiseitl, einen Zwischenstand der Machbarkeitsstudie vor, die sein Unternehmen im Auftrag der Stadt erstellt.

Die Grundidee ist, die Störschleife als künstlichen Wasserlauf rund um die Neustadt nachzubilden. Auf der Innenseite haben die Planer eine durchgehende, vier bis fünf Meter breite Promenade für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen. Die äußere Seite könne flexibel gestaltet werden, so Grau. Dort seien passende Gewerbeansiedlungen ebenso denkbar wie eine attraktive Wohnbebauung, Grünanlagen oder „Aktionsflächen“ wie Spielplätze. Wichtig sei die durchdachte Anbindung des neuen Wasserlaufs an die umliegenden Bereiche der Innenstadt. „So kann Itzehoe ein neues Herz, eine neue Identität gewinnen“, sagte Grau. Auf diese Weise könne beispielsweise rund um das Theater ein ganz neues Viertel mit eigenem Charakter entstehen.


Viel Zuspruch für ganzheitlichen Ansatz

Gerade dieser ganzheitliche, stadtplanerische Ansatz fand viel Zuspruch im Ausschuss. „Ganz toll“ seien die vorgestellten Ideen, sagte Dirk Busch (CDU). „Wir sollten nicht stehen bleiben und dies Stück für Stück realisieren.“ Als „großartig“ bezeichnete Karl-Heinz Zander (Grüne) die Präsentation. Er sehe die „Zukunft von Itzehoe“. Die Kosten dürften aber nicht zu Lasten anderer städtischer Aufgaben gehen, warnte Berndt Doege (UWI).

Die Kosten waren im Ausschuss aber noch kein Thema. Grau machte deutlich, welche Fragen noch offen sind. So gibt es noch keine abschließenden Analysen zu den Themen Kosten und Zeitschiene der Umsetzung. Beides wird nun im nächsten Schritt der Planungsarbeiten weiter analysiert werden, sagte Stadtplaner Marc Springer. Ergebnisse werden für Ende des Jahres erwartet.

Auch technische Fragen, etwa zum möglichst wartungsarmen Unterhalt des künstlichen Gewässers, seien noch im Detail zu klären, sagte Grau. Als Zufluss könnte der verrohrte ehemalige Mühlenbach dienen, der laut Grau vermutlich ganzjährig genug Frischwasser liefern könnte. „Noch befinden wir uns aber in der Rahmenplanung und haben noch nicht auf jeden Pflasterstein geschaut.“

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