Kommunalwahl : In Glückstadt regiert jetzt die Vielfalt

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Nach der Wahl: In der Stadtvertretung gibt es keine ohne klare Mehrheiten.

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08. Mai 2018, 05:00 Uhr

Zwölf neue Gesichter gibt es in der künftigen Stadtvertretung. Sie wird das erste Mal am Montag, 11. Juni, um 19 Uhr im Rathaus stattfinden. Klar ist bereits: Knapper Sieger der Kommunalwahl ist wie berichtet mit 28 Prozent die CDU.

Damit haben die Christdemokraten nicht nur das Vorschlagsrecht für den Bürgervorsteher. Auch das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters steht der CDU vor. Hinzu kommt, dass die Christdemokraten das erste Zugriffsrecht auf den Vorsitz eines Ausschusses haben.

Krafft-Erik Rohleder, Spitzenmann der CDU, freut sich über das Wahlergebnis, auch wenn es ein knappes war und die CDU ein Mandat verloren hat. Zunächst geht sein Dank an die Wähler. Aber: „Leider mussten auch wir – dem Trend in Schleswig-Holstein folgend – Stimmenverluste hinnehmen.“ Doch sei das Ziel erreicht, stärkste Fraktion zu werden. Und die CDU habe beide Kandidaten für den Kreistag durchbekommen.

Als „Erdbeben“ bezeichnet Siegfried Hansen das gute Abschneiden der neuen Wählergruppe Bürger für Glückstadt (BfG), deren Spitzenkandidat er ist. 27 Prozent und sechs Direktmandate bekamen sie aus dem Stand. Jetzt gehe es an die Arbeit, so Hansen: „Wir werden unser Wahlprogramm Punkt für Punkt umsetzen. Die Wähler haben uns einen großen Vertrauensvorsprung eingeräumt“, sagt er. „Alle bei uns sind hochmotiviert.“

Die SPD hat nur ein Direktmandat bekommen. 55 Stimmen reichten Nicole Evers in Glückstadt-Nord, um das Mandat zu bekommen. „Ich freue mich auf die kommenden fünf Jahre“, sagte die Glückstädter SPD-Frau. Es blieb für die SPD bei diesem einzigen Direktmandat. Drei Kandidaten ziehen über die Liste ein. Mit vier Sitzen hat sich das Ergebnis der SPD zur Kommunalwahl von 2013 halbiert, damals bekam sie acht Sitze.

Die Grünen haben mit vier Sitzen und 15 Prozent ihr Ergebnis von 2013 wiederholt. Acht Stimmen gab es diesmal mehr. Spitzenkandidatin ist damals wie heute Christine Berg. Zwischenzeitlich war sie aus Protest bei den Grünen ausgetreten, behielt aber ihren Sitz in der Stadtvertretung und machte im Ortsverband weiter. Grund für den Austritt war die Bahnpolitik im Landtag. Um die Grünen in Glückstadt zu retten, trat sie kürzlich wieder ein.

Ein Gewinner ist neben der BfG auch die FDP. Bisher mit Stefan Goronczy und Ralf Krüger im Stadtrat vertreten, ist jetzt Katharina Wilke (35) neu dabei. Elf Prozent bekam die FDP, vor fünf Jahren waren es nur neun Prozent. „Obwohl die BfG so zugelegt hat, haben wir Zugewinne“, freut sich Goronczy.





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