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Buchmesse : In Frankfurt die Buchwelt entdecken

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Itzehoer Händlerin Yvonne Meurer-Jensen fährt zur Frankfurter Buchmesse. Das Branchentreffen prägt auch den lokalen Buchhandel.

Heute öffnet die Frankfurter Buchmesse ihre Tore für das Fachpublikum – Buchhändlerin Yvonne Meurer-Jensen aus Itzehoe ist dabei und freut sich auf spannende Begegnungen mit Schriftstellern und Fachleuten. „Was mich besonders reizt, ist, dass man vor Ort auch Illustratoren und Autoren kennenlernen kann“, sagt die 53-Jährige, die eine besondere Vorliebe für Kinder- und Jugendbücher hat.

Auch wenn ihre Kinder längst erwachsen sind, nimmt sie immer noch gern Bilderbücher zur Hand. Ihr derzeitiges Lieblingsbuch ist der Band „Fräulein Schmalzbrot und Billie Ballonfahrer“ von Rieke Patwardhan, einer Autorin, die aus Itzehoe stammt. Es erzählt die Geschichte zweier Geschwisterkinder, die völlig verschieden und doch unzertrennlich sind.

Auf der Buchmesse hofft Meurer-Jensen, einige neue Titel, aus ihrer Lieblingssparte zu entdecken. „Denn gerade Bilderbücher kann man schlecht im Katalog aussuchen. Man muss sie in der Hand gehabt haben.“

Meurer-Jensens letzter Besuch auf der Buchmesse ist lange her. „Das war 1984, als ich noch die Buchhändlerschule besuchte“, erinnert sie sich. Damals habe George Orwells „1984“ im Mittelpunkt gestanden. „Ich fand die Messe einfach nur großartig.“ Nun sei sie gespannt, was sich seitdem alles verändert habe.

Auch in der Zwischenzeit sind die Frankfurter Buchmessen nie spurlos an der Itzehoerin vorübergegangen. „Die haben enorme Auswirkungen auf den lokalen Buchhandel“, sagt Meurer-Jensen, die gemeinsam mit ihrem Mann, Andreas Meurer, den Laden „Bücherkänguruh“ in der Feldschmiede betreibt. Titel, die auf der Buchmesse ausgezeichnet würde, seien bei den Kunden sehr gefragt und verkauften sich gut, sagt Andreas Meurer, der nicht mit nach Frankfurt fährt, das Ereignis aber von zu Hause aus verfolgen wird. Die fünf Bücher, die für den Deutschen Buchpreis nominiert waren, hat er längst gelesen und vorbestellt. „Die Kunden fragen nach diesen Titeln und wollen wissen, was drin steht“, sagt er. Dass ausgerechnet der Nachkriegsroman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion“ am Montagabend den Buchpreis gewann, überrascht Meurer. Sein Favorit sei der Flüchtlingsroman von Jenny Erpenbeck gewesen. „Der passt in die Zeit und den empfehle ich auch weiter den Kunden.“

Von der Buchmesse wird Yvonne Meurer-Jensen sicherlich weitere Empfehlungen für ihre Kunden mit zurückbringen: „Ich hoffe auf viele neue Ideen.“

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erstellt am 14.Okt.2015 | 05:00 Uhr

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