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USA-Aufenthalt : In eine fremde Kultur eintauchen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sina Leonie Hansen für ein Jahr mit dem Parlamentarischen Patenschaftsprogramm in die USA geflogen

Sina Leonie Hansen aus Schenefeld ist gerade 17 Jahre alt und wird ein Jahr lang als eine der jüngsten Botschafterinnen die Bundesrepublik Deutschland in den USA vertreten. „Es war schon immer mein Traum, in eine fremde Kultur einzutauchen, die Sprache zu erlernen und natürlich auch neue Freundschaften zu schließen, wie beispielsweise in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, verrät die Schülerin der elften Klasse des Itzehoer Sophie-Scholl-Gymnasiums.

Ein zweiwöchiger Schüleraustausch ihrer Klasse in einer französischen Gastfamilie in der Bretagne im Jahr 2011 habe sie immer noch in bester Erinnerung. Im Internet sei sie bei ihrer Suche nach geeigneten Austauschmöglichkeiten sehr schnell auf das „Parlamentarische Patenschaftsprogramm“, kurz ,,PPP“ genannt, gestoßen. „Ziel des PPP ist es, ein Netzwerk persönlicher Verbindungen zwischen jungen Menschen in den USA und Deutschland zu knüpfen, um gemeinsame politische Wertvorstellungen zu festigen und unterschiedliche Lebensweisen kennen zu lernen“, so ist es in einer Mitteilung des Deutschen Bundestages nachzulesen.

Bundesweit stehen 360 Stipendien zur Verfügung, davon 285 Stipendien für Schüler und 75 für junge Berufstätige. Schirmherr des PPP ist Bundestagspräsident Norbert Lammert. Bundestagsabgeordnete nominieren die deutschen Stipendiaten und betreuen sie während des gesamten Stipendiums als Paten. Ausgewählt und betreut wird der Stipendiat dann von dem jeweiligen Bundestagsabgeordneten seines Wahlkreises, in diesem Fall von Mark Helfrich aus dem Wahlkreis Steinburg.

Sina Hansen zögerte nicht lange und bewarb sich bei der AFS Interkulturelle Begegnungen e.V., einer der größten Austauschorganisationen für junge Menschen, für das Parlamentarische Patenschafts-Programm 2014/2015. Der ausführliche Lebenslauf, in dem die Schülerin auch ihre vielseitigen Interessen, wie zum Beispiel die langjährige Mitgliedschaft beim Ring christlicher Pfadfinder, im Jugendkreis der Kirche oder auch ihre Begeisterung für die Musik oder das Lesen von Büchern auf Englisch und Französisch schilderte, überzeugte das Auswahlkomitee. Auch das Casting, bei dem die Bewerber an zwei Tagen ihr politisches Wissen in Diskussionen beweisen mussten, wurde von Sina Hansen problemlos gemeistert. „Am Ende waren wir noch drei Schüler, die zur Auswahl standen. Am 11. Februar kam dann der erlösende Anruf von Mark Helfrich, in dem er mir zum bestandenen Auswahlverfahren herzlich gratulierte“, freut sich Sina, die sich inzwischen von ihren Freunden mit einer großen Party verabschiedet hat.

Vor ein paar Tagen hieß es dann auch Abschied nehmen von ihren Eltern Anja und Johann Hansen sowie von Schwester Svenja. Nach einem Zwischenstopp in Chicago ist die junge Botschafterin wohlbehalten bei ihrer Gastfamilie in der Nähe von St. Louis im Bundesstatt Missouri angekommen. Sie wird dort die High-School besuchen und als Junior-Botschafterin wirken und, so Sina voller Erwartungsfreude, „ein Jahr lang die Gelegenheit wahrnehmen, andere Sitten und Gebräuche kennen zu lernen und die Welt mit den Augen meiner amerikanischen Gastfamilie zu sehen“.


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