Jugendarbeit : In der Heimatstadt etwas bewegen

Nachgefragt: Schüler-Reporter Miriam (rechts) und Kristina wollen wissen, wofür sich Viktoria Dörl (links) einsetzt.
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Nachgefragt: Schüler-Reporter Miriam (rechts) und Kristina wollen wissen, wofür sich Viktoria Dörl (links) einsetzt.

Jugendparlamentarierin Viktori Dörl über die Ziele des noch jungen Gremiums in der Schleusenstadt Brunsbüttel.

shz.de von
01. Januar 2015, 15:52 Uhr

Viktoria Dörl (17), setzt sich im Brunsbütteler Jugendparlament für den Neubau der Gemeinschaftsschule ein. Sie selbst wird im nächsten Jahr ihren Realschulabschluss an dieser Schule machen. Danach plant sie eine Ausbildung als zahnmedizinische Fachangestellte. Eigentlich zieht es die Schülerin nach Hamburg, aber erst einmal möchte sie in ihrer Heimatstadt etwas bewegen. Wir, Kristina, Johann und Miriam von der Schülerzeitung der Gemeinschaftsschule haben nachgefragt, wie Viktoria Dörl unsere Interessen, insbesondere in Sachen Schulneubau vertritt.

Wirst du ernst genommen, wenn du mit erwachsenen Ratsherren sprichst?
Viktoria: Auf jeden Fall. Bei der ersten Sitzung wurde uns von den Stadtpolitikern erklärt, was wir alles machen müssen und uns wurden allgemeine Infos gegeben. Man kann gut mit ihnen reden, man kann alles fragen und sie sind total nett und helfen uns sehr.

Was wurden euch denn für Tipps gegeben?
Zum Beispiel nicht zu viel zu verraten. Aber wir haben da schon ziemlich gute Schlüsse gezogen und wir haben auf jeden Fall etwas Großes vor.

Im Jugendparlament sitzen zehn Vertreter aller Altersgruppen. Hört ihr auf die Meinung der 14-Jährigen Svenja genauso wieauf die Meinung des 19-Jährigen Peter?
Ich und Peter Boie sind glaube ich die Ältesten da. Wenn Svenja etwas sagt, sie hat ja auch gute Vorschläge, dann werden ihre Ideen genauso mit aufgenommen wie unsere.


Man hört öfter „Oh, Realschüler“, wie fühlst du dich als eine von zwei Vertretern der Gemeinschaftsschule neben den Gymnasiasten?
Man lernt sich in den Sitzungen kennen. Die Gymnasiasten haben auch Vorschläge gemacht zum Schulneubau. Sie sind auf jeden Fall alle für den Schulneubau. Auch wenn es direkt neben ihrem Gebäude gebaut wird, haben sie nichts dagegen.

Habt ihr denn schon Ideen, wie genau ihr eure Meinung vertreten wollt? Einige Stadtpolitiker vertreten eine Gegenmeinung und sind schwer zu überzeugen.
Erstmal werde ich mit Jörn den anderen vom Gymnasium erzählen, wie es ist, in Containern zu lernen. Ich hatte dort zwei Jahre Unterricht. Wenn die Hausmeister im Winter morgens vergessen haben die Heizungen anzumachen, dann war das recht blöd. Man hat auch jeden Schritt gehört.

Wie oft trefft ihr euch denn und wie können wir Vorschläge einbringen?
Die Jugendparlamentssitzungen sind öffentlich. Da könnt ihr gerne hinkommen. Wir treffen uns jeden ersten Donnerstag im Monat um 17 Uhr im HDJ. Weil wir wegen des Schulneubaus etwas erreichen wollen, kommen wir im Moment jede Woche zusammen bis zur Abstimmung am 25. Januar. Bis dahin wollen wir in die Schulen gehen, sagen, was wir im Jugendparlament machen, und dass wir für den Schulneubau sind.

Habt ihr noch weitere Projekte am Start?

Ja. Hier in Brunsbüttel kann man als Jugendlicher nichts mehr machen außer am Deich chillen oder auf der Parkbank sitzen. Jetzt wäre meine Idee, eine neue Halfpipe zum Skaten zu bauen. Wir haben ja genug Platz in Brunsbüttel. Ich habe auch Vorschläge gemacht mit Live-Musik auf dem Gustav-Meyer-Platz oder so. Dann hatte Frieda Gußmann die Idee: ‚Was haltet ihr von einem Winterball?‘ Dieses Jahr schaffen wir das nicht mehr, aber für nächstes Jahr ist das ein Plan. Herr Zindler unterstützt uns dabei. Dann sind noch Kummerkästen geplant, die in den Büchereien und in den Schulen aufgestelt werden sollen.

Und wann legt ihr los?

Das geht ja jetzt schon alles los. Erstmal wollen wir uns um den Schulneubau kümmern. Und wenn das fertig ist, dann gehen wir an die anderen Themen, wie zum Beispiel den Winterball. Das wollen wir alles nach und nach abarbeiten.


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