In den Wind geschrieben

shz.de von
25. Januar 2016, 09:30 Uhr

Wer sich nicht mit jedem Windrad so recht anfreunden kann und auch noch aufmerksamer Leser unserer Zeitung ist, dem dürfte eine Meldung in unserer gestrigen Ausgabe nicht entgangen sein. Rund 200 Millionen Euro, so war dort zu lesen, werden nach Schätzungen allein in Schleswig-Holstein für Strom gezahlt, der produziert, aber gar nicht abgenommen wird. Das wäre ungefähr so, als würde man für Anschaffung und Betrieb eines Autos Geld bekommen, dass mangels Straßen aber gar nicht bewegt werden kann. Nun darf man den Betreibern der Windkraftanlagen nicht die Schuld in die Schuhe schieben. So nutzen im Zweifel lediglich die Gesetzeslage. Bleibt die Erkenntnis, dass das Thema erneuerbare Energien reichlich in Schräglage geraten ist. Vielleicht sollte man diesen Aspekt bei der Ausweisung weiterer Flächen mal berücksichtigen. Schließlich hat die umweltfreundliche Energiegewinnung einen breiten gesellschaftlichen Konsens verdient.

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