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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 20:15 Uhr

In Brunsbüttel geht der Hut rum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Musiker der Künstlerbörse erhalten keine feste Gage, sondern brauchen den Obolus des Publikums

Halbzeit bei der Künstlerbörse Brunsbüttel – Zeit für ein Fazit der Organisatoren. „Man merkt, dass sich die Künstlerbörse etabliert hat“, sagt Mathias Marzalla zufrieden. Seit zwei Jahren liegt das Projekt, das jetzt in der fünften Runde läuft, in seinen Händen. Ihm zur Seite stehen unter anderem die Gastronomen Gitta Dörl aus der Koogstraße, Mario Schito vom Gustav-Meyer-Platz und Armin Gassen von der Südseite. Sie haben die Bewirtung der Gäste, vor allem aber der Künstler übernommen und stellen ihre Betriebe der Künstlerbörse seit Jahren zur Verfügung.

Viele Musiker und Bands kommen schon seit Jahren, und auch Ingo Sohrt unterstützt das Projekt bereits zum vierten Mal. „Der Initiator Klaus Keck hat damals gefragt, ob ich eine Art Erinnerungspokal oder Ähnliches für die Künstler spenden würde“, erzählt der Juwelier. Da alle Teilnehmer ein Mikrofon nutzen, war die Idee geboren: Jeder auftretende Künstler erhält ein graviertes Mikro aus Metallspritzguss. „Mittlerweile sind das begehrte Sammlerstücke“, erklärt Mathias Marzalla. Er freut sich, dass einige Stammgäste sich jeden Freitag an mindestens einem der Auftrittsorte einfinden. „Der Gustav-Meyer-Platz ist immer gut besucht, und in der Strandbar Copa Canala auf der Südseite erlebt man bei einem Cocktail Urlaubsfeeling pur.“

Mathias Marzalla rechnet in der zweiten Hälfte nicht nur mit beständigerem, sondern vor allem mit wirklich gutem Wetter. „Die Musik bietet für jeden Geschmack etwas, viele Gruppen kommen aus der Region, einige auch aus dem Süden“, sagt der Organisator und wundert sich, dass die Bands auch ohne feste Gage immer wieder kommen. „Wir zahlen ja eigentlich nur die Hutgage – und das hängt vom Publikum ab“, erläutert Marzalla. Das war von Anfang an das Prinzip der Veranstaltung, Gage gab es nicht. Die Musiker werden danach bezahlt, wie es dem Publikum gefällt – leer bleibt der Hut aber nicht.

Marzallas Arbeit und die seiner Mitstreiter ist ehrenamtlich und hauptsächlich für junge Musiker gedacht, die sich einmal auf einer Bühne präsentieren wollen. Obwohl auch immer mehr etablierte Musikgruppen und Sänger den Weg nach Brunsbüttel antreten. In der Tourist-Info bei Roswitha Schmidt laufen die Fäden zusammen, sie koordiniert die Termine und nimmt die Bandbewerbungen an. Noch bis zum 28. August heißt es immer freitags auf drei Bühnen „Künstlerbörse – Eintritt frei, der Hut geht rum“.

„Und so lange es die Künstlerbörse gibt, wird es auch Mikros geben“, verspricht Ingo Sohrt. Heute spielt um 18 Uhr in der Copa Canala „A.C.Him“ aus Bargteheide mit Irish und Scottish Folk. Ab 21    Uhr treten „Mighty Buffalo“ aus Dithmarschen im Gitta’s auf. Die Bühne auf dem Gustav-Meyer-Platz muss dann dem Volksfest weichen, ist ab der kommenden Woche aber wieder Programmbestandteil.

>Informationen auch im Internet unter www.künstlerbörse-brunsbüttel.de.

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