Eishalle : In Brokdorf endet die Eiszeit

Neue Robben für Anfänger auf Kufen: Auch in die Ausstattung wurde investiert, wie Enrico Arndt zeigt.
Neue Robben für Anfänger auf Kufen: Auch in die Ausstattung wurde investiert, wie Enrico Arndt zeigt.

Trotz weniger Besucher als im Vorjahr verlief nach Einschätzung der Verantwortlichen die Saison 2016/2017 im Elbe Ice Stadion erfolgreich

shz.de von
24. März 2017, 05:00 Uhr

Eis-Hockey, Eis-Disco, Eislaufen, Eisstockschießen – auch in dieser Saison ging es im Elbe Ice Stadion (EIS) in Brokdorf rund. Am vergangenen Wochenende endete die neunte Saison mit dem Elbe-Eis-Pokal (wir berichteten). Wenn es mit insgesamt 47  875 Gästen auf dem Eis auch ein paar weniger Besucher waren als im Vorjahr (48  272), lief die Saison 2016/2017 nach Einschätzung der Verantwortlichen wieder äußerst erfolgreich, wie der Vorsitzende vom Ausschuss für Kultur und Sport, Olaf Stahl, zusammenfasst.

„Neben dem öffentlichen Eislaufen waren die Hallentermine ab 18 Uhr überwiegend ausgebucht“, schildert EIS-Mitarbeiter Enrico Arndt. Das mangels Beteiligung ausgefallene Eishockeycamp soll aber in der nächsten Saison wieder stattfinden. Für einen kurzen Knick bei den Besucherzahlen sorgte ein Erlass des Kultusministeriums, der eine Helmpflicht für Schulveranstaltungen vorsah – plötzlichen kamen weniger Schulklassen. Daraufhin wurden sämtliche Schulen angeschrieben. „Nachdem die Eishalle 50 Helme neu angeschafft hatte und auch Fahrradhelme zugelassen waren, erhöhte sich der Besuch wieder“, so Olaf Stahl.


Eisstockschießen ein begehrtes Angebot


Von vielen Gästen besucht wurden wie in den Vorjahren auch die mittlerweile festen Aktionen wie „Nikolaus on Ice“ oder die „Eisstock-Trophy“, bei der Betriebe, Vereine und Familien die Chance hatten, ihre Weihnachtsfeiern auf dem Eis in einen spannenden Wettbewerb münden zu lassen. „Fast alle Bahnen waren an jedem Termin belegt“, sagt Enrico Arndt. Deshalb empfiehlt er, für die kommende Saison rechtzeitig einen Termin zu buchen, am besten schon vor der Saison über das Service-Büro in Wilster. „Die Pläne werden ab September im Internet veröffentlicht.“

Vor allem die Eis-Disco alle vier Wochen hat wieder Fahrt aufgenommen. „Nachdem die erste Ausgabe noch schwach besucht war, waren zuletzt wieder knapp 900 Besucher in der Halle“, freut sich Olaf Stahl. „Wir wollen auch dem Wunsch entsprechen, die Eisdisco in den Weihnachtsferien stattfinden zu lassen“, kündigt er für den kommenden Winter an.

Ihren Spielbetrieb hatte die im Jahr zuvor pausierende Eishockey-Hobbyliga mit sechs Teams wieder aufgenommen. Fast jedes Wochenende fanden Partien statt, aus denen sich schließlich das Team „Reactor“ aus Itzehoe als Sieger durchsetzte. „Auch in der nächsten Saison soll es die Hobbyliga wieder geben“, erzählt Stahl.

Gut ausgelastet war auch dieses Mal die Eislauf-Schule, in der die Teilnehmer jeden Montag zwei Stunden lang in zwei Gruppen das Schlittschuhlaufen erlernen konnten. Bei der Ausstattung legte die Eishalle noch einmal zu, schaffte neue Schlittschuhe, Helme und Laufhilfen – blaue Robben aus Kunststoff – an. In diesem Zusammenhang berichtet Stahl auch von einer positiven Entwicklung auf dem Eis: „Wir hatten leicht rückläufige Unfallzahlen.“

Bereits im zweiten Jahr gekürt wurde fünf Mal der „Eis-Star des Monats“ – ein Gast, der durch zahlreiche Besuche oder andere Aktivitäten positiv aufgefallen ist. Stahl: „Das hat sich bewährt, und wir werden es auch in der nächsten Saison fortführen.“

Jetzt ist die Eishalle aber nicht komplett geschlossen. „Es können zehn Veranstaltungen stattfinden, die bis 22 Uhr gehen dürfen“, so Olaf Stahl. Ein Hallenflohmarkt vom SV Brokdorf steht bereits fest: Sonntag, 2. April, von 9.30 bis 15 Uhr. „Wir sind für jede weitere Aktion dankbar.“ Ansprechpartnerin ist die Bürgermeisterin.

Die Eismeister tauschen ihren Job auf dem kalten Eis nun mit dem im örtlichen Freibad direkt am Elbdeich und sind ab Oktober wieder in der Eishalle im Einsatz. In der nächsten Saison soll das Bistro einen neuen Betreiber erhalten, weil der jetzige es nach acht Jahren abgibt. Ein Nachfolger wird aber noch gesucht.

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