Immer noch das alte Rollenverständnis

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shz.de von
02. September 2016, 15:25 Uhr

Eigentlich ist die personelle Situation in den Lehrerzimmern ein Armutszeugnis für jede Art der Gleichstellungspolitik. Statt der angestrebten gesunden Mischung gibt es eine geschlechterspezifische Schieflage, die scheinbar vor allem einem althergebrachten Rollenverständnis geschuldet ist. Es hat aber wohl auch einiges mit der Wertschätzung bestimmter Berufe zu tun – sowohl in finanzieller wie ein gesellschaftlicher Hinsicht. Warum wohl sind Schulen, Kindergärten, aber auch Pflegedienste und viele Dienstleistungsbetriebe fest in weiblicher Hand. Quotenmänner will natürlich keiner, Quotenfrauen auch nicht. Die Mischung stimmt wohl erst dann, wenn Arbeit am und mit dem Menschen die verdiente Anerkennung bekommt. Da wiederum haben Lehrkräfte eine hohe Verantwortung. Es ist doch erstaunlich, wenn viele Jungen und Mädchen noch immer traditionelle Berufswege anstreben.

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