Immer mehr Menschen horten Tiere

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27. Juni 2014, 10:51 Uhr

Sie kümmern sich um diejenigen, die sich nicht selbst helfen können. Die Mitglieder des Elmshorner Tierschutzvereins sind oft die letzte Rettung für Tiere in Not. Im Tierheim versorgten die Mitarbeiter im vergangenen insgesamt 231 Hunde, 746 Katzen und 233 Kleintiere.

Sorge bereitet dem Verein die zunehmende Zahl der sichergestellten Tiere. „Immer öfter müssen wir helfen, wenn Besitzer zu krank sind, um ihre Tiere zu versorgen oder gar verstorben sind“, sagt Vorsitzende Brigitte Maeder.

Ein Problem ist auch das „Animal Hoarding“ (Tierhortung). Zunehmend werden die Helfer gerufen, wenn Vierbeiner gerettet werden müssen, die auf engem Raum gehalten werden und ohne die Mindestanforderungen an Nahrung und Hygiene auskommen müssen. Oft können sich Halter die Behandlungskosten für ihre Haustiere nicht leisten. Maeder: „Viele alte und kranke Tiere landen dann im Tierheim. Das Alter der Tiere macht es nicht einfach, ein neues Zuhause zu finden.“

Schwerpunkt der Vereinsarbeit war im vergangenen Jahr das neue Hundehaus auf dem Gelände des Tierheims. Stiftungen und 300 Tierfreunde aus dem Kreis hatten geholfen, 180 000 Euro für den Bau der Unterkunft mit acht Plätzen zu sammeln. „Das Haus ist in Betrieb und erfüllt alle Erwartungen“, so Brigitte Maeder.

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