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Norddeutsche Rundschau

16. August 2017 | 23:51 Uhr

Immer mehr Firmenpleiten im Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Zahl der Unternehmen im Kreis Pinneberg, die 2013 ein Insolvenzverfahren beantragt haben, ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Vermeldete das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein für 2012 noch 97 zahlungsunfähige Betriebe, gab es jetzt für 2013 die Zahl 126 bekannt. Besonders schwer zu überleben haben es den Statistikern zufolge Einzelunternehmen, Freiberufler und Kleingewerbe. Die Zahl der Insolvenzen dieser Gruppe stieg von 43 auf 63.

Damit macht sich im Kreis die Nähe zur Hansestadt Hamburg besonders bemerkbar. Denn auch dort stieg die Zahl der Insolvenzen laut Statistikamt Nord an. 2013 seien in Hamburg 1009 Anträge auf Unternehmensinsolvenz registriert worden. Das seien 228 Anträge oder 29 Prozent mehr als 2012. Seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 1999, so die Statistiker, sei dies der zweithöchste Wert – die höchste Zahl an Unternehmensinsol-venzen wurde 2003 mit 1010 Fällen gemeldet.


19 865 Beschäftigte von Pleiten betroffen


Auch die voraussichtliche Höhe der Forderungen der Gläubiger – der potentielle finanzielle Schaden – stieg deutlich von 2,540 Millionen Euro auf 4,830 Millionen Euro. Die durchschnittliche Forderungshöhe je Insolvenzfall erhöhte sich damit laut Statistikamt Nord auf 4,8 Millionen Euro, was einer Zunahme um knapp 50 Prozent entspricht (Vorjahr: 3,3 Millionen Euro). Mit 19 865 Beschäftigten waren im Jahr 2013 außerdem fast fünfmal so viele Arbeitnehmer von einem drohenden Verlust ihrer Arbeitsplätze betroffen als noch 2012. Damals mussten 4100 Beschäftigte den Verlust ihrer Arbeitsplätze befürchten.

Anders stellte sich die Situation in Schleswig-Holstein dar. Dort sank die Zahl der Insolvenzverfahren um 117 Fälle auf 1026. „Dies ist der niedrigste Stand seit dem Jahr 2001“, erläuterte Jürgen Delitz vom Statistikamt Nord. Die durchschnittliche Forderungshöhe je Insolvenzfall betrug nach Angaben der Statistiker zirka 840 000 Euro. Mit 4679 Beschäftigten waren geringfügig weniger Arbeitnehmer von Unternehmensinsolvenzen betroffen als noch im Vorjahr (4 731 Personen).

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erstellt am 31.Aug.2014 | 11:50 Uhr

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