Alles, was du brauchst : Image-Filme: Werbung für Steinburg

Filme aus der Kiste: In der pinkfarbenen Burg wurde die Steinburg-Werbung beim Weinfest gezeigt. Sie sind auch auf www.meinsteinburg.de zu sehen.
Filme aus der Kiste: In der pinkfarbenen Burg wurde die Steinburg-Werbung beim Weinfest gezeigt. Sie sind auch auf www.meinsteinburg.de zu sehen.

Initiative Steinburg+ 2030 will mit neuer Kampagne die Attraktivität der Region steigern. Der Slogan: „Alles, was Du brauchst“.

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03. Juni 2014, 12:00 Uhr

Ja, sie hat hier und da ein paar Probleme – aber darauf lässt sich die Region nicht reduzieren. Denn sie hat auch viel Positives zu bieten. Schöne Landschaft zum Beispiel, vielfältige Kultur, engagierte Unternehmer, unzählige Freizeitaktivitäten, Lebensqualität. Kurzum: Steinburg hat alles, was man braucht.

Und genau so lautet auch das Motto auf der Internet-Seite www.meinsteinburg.de: „Steinburg – alles, was Du brauchst.“ Dahinter steckt die Wirtschaftsinitiative Steinburg + 2030. „Ziel ist es, nach außen Position in der Metropolregion Hamburg zu zeigen, nach innen den Menschen vor Ort ein ‚Wir-Gefühl‘ aufzuzeigen“, erklärt Professor Dr. Ralf Thiericke, Geschäftsführer der Gesellschaft für Technologieförderung Itzehoe und Mitbegründer der Initiative. „Wir müssen uns ein Image geben, zeigen, was wir können, attraktiv für Fachkräfte sein und eine Identität der Menschen schaffen.“ Dafür sollen vor allem die neuen Medien genutzt werden. Dazu gehören neben dem Internet-Auftritt und einer Facebook-Präsenz auch Image-Filme.

Die Idee dazu sei „eine wilde Geburt in der Küche bei einem Glas Rotwein“ gewesen, erläutert Thiericke. Ähnlich wie die NDR-Spots „Das Beste am Norden“ sollen sie auf amüsante Weise das Schöne der Region zeigen. Ursprünglich sei sogar daran gedacht worden, den Slogan 1:1 zu übernehmen, so Thiericke. „Es liefen bereits Gespräche mit dem NDR.“ Doch dann folgten Ideen-Runden mit Mitstreitern – darunter Thiess Johannssen, Marketing-Chef der Itzehoer Versicherungen, und Dokumentarfilmer Professor Peter Hertling –, und so stand am Ende schließlich das Konzept „Wir haben...“. Drei Filme sind bereits entstanden. Mit interessanter Kameraführung, Augenzwinkern und überraschenden Wendungen wird gezeigt, was die Region ausmacht.

„Wir haben Niveau“ spielt mit den steilen Binnendeichen und der tiefsten Landstelle Deutschlands. „Dieser Film soll auch dazu dienen, dass man Steinburg schnell landschaftlich in den Norden einordnen kann, wenn man beispielsweise in Bayern auf die Filmkampagne stößt“, erklärt Linus Krebs, der die Kurzfilme erstellt hat. „Wir haben Wacken“ rückt das größte Metal-Festival der Welt in den Mittelpunkt: „In Steinburg ist Wacken natürlich 365 Tage im Jahr Bestandteil der Region und wird dort durchweg sehr geschätzt.“ Der Film „Wir haben ein Ziel“ schließlich zeigt „den tollen Teamgeist und Humor, den die Kaufleute im Wirtschaftsraum Steinburg haben“.

Doch wie bringt man die Filme unters Volk? Bei dieser Frage kamen die Initiatoren auf die Idee mit der pinkfarbenen Kiste, die jetzt durch den Kreis zog (wir berichteten). „Sie sollte Aufmerksamkeit erzeugen“, erklärt Holger Meyer. Der gebürtige Steinburger ist Experte für Marketing und neue Medien und einer der Mitinitiatoren von meinsteinburg.de. Mit der Hamburger Firma Testroom, bei der er arbeitet, hat er die Webseite und die Kampagne begleitet. „Es ist ein tolles Gemeinschaftsprojekt, das auf vielen Schultern liegt“, sagt er. „Ich finde es gut, mal neue Wege zu gehen und stehe voll dahinter.“ Meyer hofft, dass mit Unterstützung der lokalen Wirtschaft noch viele weitere Filme entstehen. „Es sind noch einige interessante Ideen in der Pipeline“, sagt er. Allerdings gehe es nicht darum, Image-Filme für Firmen zu produzieren, sondern der Kreis soll im Mittelpunkt stehen. Der Stoff dafür dürfte so schnell nicht ausgehen: „Es gibt im Kreis Steinburg viele positive Geschichten“, weiß Meyer.

Auch die pinkfarbene Kiste, hergestellt von Schütt Holzbau, hat nach ihrer Öffnung nicht ausgedient. „Sie wird zum Beispiel noch bei Messen und Veranstaltungen zum Einsatz kommen“, erklärt Holger Meyer.

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