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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 10:16 Uhr

Eingeweiht : Im Trend: Arena für Bogensportler

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bogen-Sparte des Itzehoer Hockey-Clubs wächst stetig: Neues Trainingsgelände in Eigenleistung hergerichtet.

„Die Arena ist klein, aber schnuckelig. Davon könnten wir in Deutschland gern mehr haben.“ Helmut Aures gefiel die neue Bogensportanlage des Itzehoer Hockey-Clubs (IHC) in der Carl-Stein-Straße auf Anhieb. Und der Gast aus der Nähe von Nürnberg muss es wissen: Er ist Kampfrichter und stellvertretender Landessportleiter Bogen beim Oberpfälzischen Schützenbund sowie mehrfacher Oberpfälzischer Meister. Er ist sich sicher: Die Trainingsbedingungen in Itzehoe sind jetzt „sehr gut“.

Das sieht auch Willi Neuhaus so. Der Landesbogenreferent des Norddeutschen Schützenbundes sagte: „Was sich im IHC abspielt, ist absolut beispielhaft, das kommt dem gesamten Bogensport zugute.“ Auf solch einer Anlage könne „konzentriertes und strukturiertes Training“ abgehalten werden. „Ich bin echt begeistert, wie prima abgesichert die von langer Hand geplante und vorbereitete Anlage ist. Hut ab.“

10 000 Euro für Material plus 1500 Stunden ehrenamtliche Arbeit von Vereinsmitgliedern investierte der IHC. „Wir haben im August 2012 mit der Planung begonnen, zwei brachliegende Tennisplätze zur Bogensportanlage umzubauen. Gestartet haben wir die Arbeiten Ende September vergangenen Jahres, und beendet wurden sie Anfang Mai“, erklärte Vereinsvorsitzender Dr. Stefan Pickert. Für Sicherheit sorgt eine 20 Meter lange und drei Meter hohe Schutzwand, deren Fangnetz noch zwei Meter höher ist. Geschossen werden kann auf Ziele bis 30 Meter Entfernung von einer geklinkerten festen Ziellinie aus, die auch rollstuhlgerecht ist. An bestimmten Tagen stehe zudem die Spielfläche des Hockeyplatzes, der Bogensport auf einer Länge bis zu 90 Metern zulässt, zur Verfügung.

Der Bogensport im Verein habe sich positiv entwickelt, freute sich Pickert. Binnen drei Jahren sei die Mitgliederzahl innerhalb der Abteilung von drei auf 62 angestiegen. Die Abteilung sei für Wettkämpfe bis zu den Kreis- und Landesmeisterschaften gemeldet worden. „Die 62 Mitglieder erstrecken sich über alle Generationen“, freute sich Uwe Scholz, zweiter Vorsitzender des IHC.

Der Verein habe vor drei Jahren die richtige Entscheidunge getroffen, als er neben Hockey und Tennis mit Bogensport eine dritte Abteilung etablierte, betonte Pickert: „Wir haben damit ein breiteres Angebot für Mitglieder und eine positive Entwicklung für den Sport in Itzehoe geschaffen.“

Der IHC liege damit im Trend, sagte auch Willi Neuhaus: „Der Bogensport boomt über alle Disziplinen und in allen Altersklassen, er hat großen Zulauf bundesweit.“

Volker Bornholdt vom Kreisschützenverband sprach von einer positiven Entwicklung im IHC und hob besonders die Eigenleistung der Mitglieder hervor: „Wo kommt das sonst noch vor, das ist beispielhaft auch für andere.“ Er rechne damit, dass die Abteilung weiteren Zulauf haben werde: „Bogensport ist eine ideale Beschäftigung.“

Mit der Bogensportarena sei die Abteilung im IHC noch autarker geworden, sagte Kreisbogenreferentin Almut Michelkowski: „Super!“ Alle seien mit dem Herzen dabei und brennen für ihre Sache. „Klar, dass alles geklappt hat.“

Dass der Itzehoer Hockey-Club heute da ist, wo andere hinwollen, liegt nicht zuletzt an Manfred und Gesa Sprung sowie an Hans-Jürgen Forster. Das Bogensport interessierte Trio hatte sich vor der Abteilungsgründung am 7. Mai 2011 bei den Freunden vom 1. Kellinghusener Bogenclub über Möglichkeiten informiert und die Sache im Verein mit vorangetrieben. Dass der IHC mit Stefan Bergfeld den Neuntplatzierten (von 22 Teilnehmern) der Landeshallenmeisterschaften dieses Jahres stellen konnte, bezeichnete Abteilungsleiter Manfred Sprung als „schönen kleinen Erfolg“.


> Kontakt: Manfred Sprung, 04821/41577, www.itzehoer-hockey-club.de oder bei Facebook.

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