Wilster : Im Schatten Spielen bevorzugt

Sobald es schattig wird, spielen die Kita-Kinder draußen – so wie hier die Jungen und Mädchen der neuen Schwalbennetsgruppe, die zum Teil bei der Eingewöhnung von ihren Müttern begleitet werden.
Sobald es schattig wird, spielen die Kita-Kinder draußen – so wie hier die Jungen und Mädchen der neuen Schwalbennetsgruppe, die zum Teil bei der Eingewöhnung von ihren Müttern begleitet werden.

In der Kindertagesstätte Schwalbennest ist das neue Kita-Jahr gestartet – mit der Herausforderung Mega-Hitze.

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09. August 2018, 05:02 Uhr

Seit Montag herrscht nach dreiwöchiger Ferienpause wieder fröhlicher Betrieb in der Kindertagesstätte Schwalbennest in Wilster. Dabei standen Erzieherinnen, Eltern und Kinder allerdings vor einer eher ungewohnten Herausforderung: Höchsttemperaturen bis 36 Grad Celsius. Wie ist das am besten auszuhalten? „Wir bleiben mehr drinnen,“ sagt Kita-Leiterin Susanne Lindemann. Was nicht gerade leicht fällt, denn: „Wir sind ja eigentlich eine Sonnenkita.“

Draußen Spielen wird im Schwalbennest groß geschrieben. Doch die Hitze macht das derzeit schwierig. Da die Bäume noch jung sind, sind sie auch noch nicht hoch gewachsen und spenden entsprechend weniger Schatten. „Sonnensegel sind auch nicht immer ausreichend.“ Aufenthalte im Freien fallen da eher etwas kürzer aus, jeder Zentimeter Schatten wird genutzt – und natürlich der erfrischende Spaß auf der Matschbahn, bei Wasserspielen und mit dem Wasserschlauch. Allerdings sei es auch schon so, dass die Kinder angesichts der Hitze von selber ins Haus gehen. „Am schönsten ist es im Moment in unserem Krippenhaus“, sagt Susanne Lindemann.

Der Neubau für die kleinsten Kita-Besucher ist klimatisiert. Dort sei es angenehm, Fenster dürfen momentan tagsüber nicht geöffnet werden. Im großen Kita-Gebäude wird darauf geachtet, dass die Hhitze nicht zu sehr Einzug hält. Und für Kinder ebenso wie Erzieherinnen gilt generell: „Natürlich sehr viel trinken.“ In den Gruppen gibt es Trinkstationen – und wenn bemerkt werde, dass ein Kind wenig trinke, werde es dazu angehalten, damit es genügend Flüssigkeit zu sich nehme. Dass die Kita-Ferien gerade in die starken Hitzewochen fielen, sei natürlich für alle optimal gewesen. So bedeute es nun seit Wochenbeginn insbesondere für die Jungen und Mädchen, die gerade in die Kita gekommen sind, sich bei außergewöhnlichen Temperaturen einzugewöhnen. Aber auch das klappt schon, die Stimmung sei gut. In diesem Kita-Jahr beherbergt das Schwalbennest übrigens eine neue Gruppe. Für die gibt es noch keinen Namen. „Kinder und Eltern dürfen mitbestimmen, welchen Namen die Gruppe bekommen soll.“ Ein Stimmzettel an der Pinnwand lädt dazu ein. „Jetzt haben wir insgesamt zwölf Gruppen, sieben am Vormittag und fünf am Nachmittag“, berichtet Susanne Lindemann zum Start des neuen Kita-Jahres.

Zwei Krippengruppen (Kinder unter drei Jahren) sind im Neubau untergebracht. Im Hauptgebäude werden die Kinder am Vormittag in zwei Familiengruppen (altersgemischt), einer Integrationsgruppe und zwei Regelgruppen betreut, am Nachmittag in drei Familiengruppen und zwei Regelgruppen. Insgesamt stehen 200 Plätze zur Verfügung. Die Kita Schwalbennest ist dabei nahezu ausgebucht. Die Stadt bietet überdies Tagespflege an, die in Anspruch genommen werden kann.

Jetzt gilt in allen Gruppen erstmal, sich aneinander zu gewöhnen, denn viele Jungen und Mädchen – auch aus dem Krippenbereich – sind durch den Weggang der Schulkinder neu zueinander gekommen. Für die Unter-Dreijährigen gibt es eine längere Eingewöhnungsphase, in der die Eltern ihre Kleinen begleiten. Bei Über-Dreijährigen gibt es üblicherweise vorweg einen Schnuppertag. Schwierigkeiten werden individuell gelöst. Wichtig sei immer, „dass Eltern und Kinder Vertrauen zu uns haben“.

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