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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 19:01 Uhr

Unglück : Im Rollstuhl verbrannt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

84-Jähriger stirbt in seiner Wohnung in Itzehoe-Edendorf. Sein Rollstuhl gerät aus ungeklärter Ursache in Brand. Jede Hilfe kommt zu spät.

von
erstellt am 13.Sep.2013 | 16:26 Uhr

In seinem Rollstuhl ist Freitagvormittag ein
84-jähriger Itzehoer verbrannt. Die Feuerwehr fand ihn tot in seiner Wohnung in der zweiten Etage eines Mehrfamilienhauses am Albert-Schweitzer-Ring.

Um 10.09 Uhr war der Wohnungsbrand gemeldet worden. Die Helfer eilten nach Edendorf, der Rettungwagen traf zuerst ein. Dessen Besatzung hörte von Nachbarn, dass der 84-Jährige in den betroffenen Räumen wohne, und trat sofort die Tür ein. Doch weiter kam sie nicht: „Es drang sehr dichter schwarzer Rauch aus der Wohnung“, schilderte Wehrführer Peter Happe, der mit seinen Mannen kurz darauf eintraf.

Ein Trupp unter Atemschutz eilte in die Wohnung – doch dieser habe sofort festgestellt, dass dem Mann nicht mehr zu helfen war. „Der Mieter ist in seinem Rollstuhl verbrannt“, sagte Happe. „Wie auch immer das passiert sein mag.“ Es sei jedenfalls nur ein kleines Feuer gewesen, allein der Rollstuhl und seine direkte Umgebung seien betroffen gewesen. „Sonst hat die Wohnung nicht gebrannt“, sie sei aber vom Rauch geschwärzt. Der Brand war schnell mit wenig Wasser gelöscht, dann blieb nur noch das Lüften.

Zur Höhe des Schadens und vor allem zur Ursache des Unglücks gibt es noch keine Erkenntnisse. Offensichtlich sei der Mieter starker Raucher gewesen, meinte Happe, denn es habe viel Material für selbst gedrehte Zigaretten in der Wohnung gelegen. Die Kriminalpolizei Itzehoe hat die Ermittlungen aufgenommen.

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