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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 15:14 Uhr

Im Fluss;Im Thema;Im Baum

vom

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Die Stadt, ihr Fluss und ihre Vergangenheit am Fluss - neun Mal hat das Störschipperfest daran erinnert. Wenn man das schon eine Tradition nennen darf, dann droht sie jetzt zu enden. Zur Erinnerung: Erst war das Fest zur Großveranstaltung gewachsen, um nicht zu sagen: aufgebläht worden. Doch das funktionierte nicht, das kann man bedauern oder nicht. Als das Stadtmanagement sich aus der Organisation zurückzog, übernahmen der Verein der Freunde des Ewers Gloria und der Itzehoer Uwe Jens Lützen. Die haben die Störschipper nun zwei Mal in einer kleinen Liebhaber-Veranstaltung nach Itzehoe geholt, jetzt wollen sie nicht mehr, sondern den Stab weitergeben - ziemlich eindeutig, dass sie sich als Stab-Aufnehmer die Stadt oder das Stadtmanagement vor stellen. Endlich mal wieder eine neue Baustelle. Irgendwelche Freiwilligen?

Nun ist es also da, das viel besungene Stadtjubiläum. Wer einen Gang durch die Innenstadt wagt, der erkennt, warum das Stadtmanagement unbedingt eine Dekoration mit Wimpelketten wollte: Es sieht schick aus und lässt einen fast vergessen, dass die Finanzierung nur auf wenigen statt, wie geplant, auf vielen Schultern liegt. Dann gab es noch den Aufruf an die Gewerbetreibenden, ihre Deko sowie Aktionen auf das Jubiläum auszurichten. Das hat teilweise wunderbar geklappt, zum Beispiel bei Theresa Fritz von KreativPlus, die das Thema in einem Acrylbild umsetzte, das kostenlos als Postkarte zu haben ist. Sehr hübsch auch der Ansatz der Viktoria-Apotheke, Wundsalbe für 7,75 Euro anzubieten - auf jeden Versuch der Interpretation wird an dieser Stelle verzichtet. Nur zwei Beispiele, um unter dem Strich feststellen zu können: Die Anregung des Stadtmanagements ist nicht vollkommen ignoriert worden. Eigentlich aber wäre das Jubiläum doch die Chance für einen richtig schönen Stadt-Auftritt gewesen. Doch halt, wir denken positiv. Also: Noch besteht sie, die Chance für einen richtig schönen Stadt-Auftritt. Denn das Jubiläumsjahr endet ja nicht mit den großen Festwochen.

Katzenjammer ist man ja gewohnt in Itzehoe. Aber in diesem Fall gab es tatsächlich mal einen Grund dafür: Mehrere Tage saß eine getigerte Katze in einem Waldstück auf einem dünnen Ast in 20 Metern Höhe - und weder Tierschützern noch Feuerwehr gelang es, sie zum Abstieg zu bewegen. Das Tier wurde immer schwächer, und Petra Wermke und Claudia Danckers vom Tierschutzverein blutete das Herz. Die letzte Chance: Wenn die Katze nicht runter kommt, muss jemand rauf. Das übernahm schließlich Karsten Mohr von der Firma HDL-Garten- und Landschaftsbau. Ohne zu zögern, habe er sich noch in der Dämmerung auf den Weg gemacht und sei beherzt auf den Baum geklettert, freuen sich die Tierschützer und zeigen sich äußerst dankbar. Im Gegensatz zur Katze. Die war nicht mehr zu bremsen und rannte davon.

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