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Rettungsdienst : Im Ernstfall arbeiten alle Hand in Hand

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wenn es ernst wird, arbeiten haupt- und ehrenamtliche Retter Hand in Hand – und sie üben auch gemeinsam.

Ein altes Sprichwort sagt, Übung macht den Meister. Und damit im Ernstfall alles reibungslos läuft, kommen auch die haupt- und ehrenamtlichen Retter regelmäßig zum Üben zusammen. In allen Versorgungsbereichen finden die ELW-Trainings, also mit Einsatzleitwagen, gemeinsam mit der Technischen Einsatzleitung der Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein (RKISH) und den Führungsgruppen der Hilfsorganisationen statt. Ziel der Übungen ist die Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich der größeren Notfallereignisse, um im Einsatzfall eine hohe Handlungskompetenz zu haben.

Beim jüngsten Treffen war Steinburgs Landrat Torsten Wendt zu Gast, um sich beim gemeinsamen Übungsabend von RKISH und DRK selbst ein Bild machen zu können. Er verschaffte sich einen Eindruck vom angewendeten Übungssystem, der Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Kräften sowie den gemeinsamen Strategien zur Bewältigung größerer Einsatzlagen.

Thomas Neuss und Stefan Denschstädt von der Rettungs Kooperation, die neben dem Kreis Steinburg auch Pinneberg, Dithmarschen und Rendsburg-Eckernförde betreut, führen durch die Abende, der dieses Mal im neuen Katastrophenschutzzentrum in Breitenburg-Nordoe statt fand. Nach kurzen Informationen zu aktuellen Themen erfolgt die Einteilung der Teams für die vorbereitete Planübung. „Gerade bei einer größeren Zahl Verletzter und Betroffener nach einem Unfall oder Notfall ist die zügige Lageerkundung und Patientensichtung unerlässlich. In diesen besonderen Stresssituationen ist es eine große Herausforderung, schnell sichere Entscheidungen zu treffen“, beschreibt Pressesprecher Christian Mandel die Brisanz größerer Einsatzlagen. „Zusätzlich müssen zum Teil unter Zeitdruck lebensrettende Sofortmaßnahmen wie Blutstillung oder die Einlage einer Atemwegssicherung eingeleitet werden.“

Vollübungen mit realen Darstellern sind in der Organisation sehr aufwendig und auch teuer. Die RKISH setzt deshalb ein dynamisches Patienten-Simulationssystem ein, mit dem eine Einsatzlage realitätsnah abgebildet werden kann. Über laminierte Patienten- und Fahrzeugkarten können verschiedene Einsatzabschnitte und Behandlungsplätze realitätsnah in verschiedenen Räumen geübt werden. Die Patientenkarten gliedern sich in mehrere Phasen, von denen eine durchschnittlich 20 Minuten dauert. Je nach veranlassten Maßnahmen der Teilnehmer verbessert oder verschlechtert sich der Zustand des Patienten.

Nach der Übung gibt es eine gemeinsame Nachbesprechung, in der der Ge-samtverlauf und Optimierungsmöglichkeiten analysiert werden. „Aus der Erfahrung der bisherigen Trainings stellen sich nachhaltige Übungseffekte ein, die im Einsatzfall angewendet werden können“, berichtet Mandel erfreut über die Akzeptanz der gemeinsamen Trainings.

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erstellt am 10.Feb.2016 | 05:18 Uhr

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