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Katzenhilfe Itzehoe : Im Einsatz für das Wohl der Katzen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Soetwas gibt es nur einmal in Schleswig-Holstein: Das Engagement der Katzenhilfe Itzehoe spart dem Amt Breitenburg jährlich 20 000 Euro.

von
erstellt am 08.Sep.2015 | 10:56 Uhr

Zufriedenes Schnurren und umhertobende Katzenkinder – bei der Katzenhilfe Itzehoe steht das Wohl der Stubentiger im Vordergrund. Die beiden Ehrenamtler Katja Breuer und Susanne Sorgenfrei kümmern sich um Fundkatzen im Amt Breitenburg. Sie lassen aufgegriffene Vierbeiner untersuchen, kastrieren und registrieren. Und das in vorbildlicher Weise, findet Staatssekretärin Silke Schneider aus dem Kieler Landwirtschaftsministerium, die gestern der Einrichtung einen Besuch abstattete. Das Engagement sei landesweit einzigartig und könne als Vorbild für andere Kommunen dienen, so Schneider.

Da die Kommunen zur Sorge um Fundtiere verpflichtet sind, erspart der Einsatz der Katzenhilfe dem Amt Breitenburg bares Geld: Gab die Verwaltung 2010 noch 22 000 Euro für Fundtiere aus, so waren es im laufenden Jahr bislang nicht einmal 2000 Euro. Die Population freilebender, unkastrierter Katzen konnte nach Angaben des Vereins und des Amtes, die seit fünf Jahren zusammenarbeiten erheblich reduziert werden.

Katja Breuer und Susanne Sorgenfrei werden aktiv, sobald ihnen ein Streuner gemeldet wird. Nach Möglichkeit motivieren sie den Finder, die Tiere vor Ort weiter zu versorgen, um die Kosten für eine Aufnahme in der Station zu vermeiden. Zurzeit befinden sich 25 Katzen in der Obhut des Vereins. Breuer Betont: „Wir sind immer froh, wenn die Station leer ist.“ Nur so könnten Kosten reduziert werden. Amtsvorsteher Jörgen Heuberger lobt die Zusammenarbeit mit dem Verein: „Die Philosophie, die Arbeit, die hier geleistet wird ist natürlich toll“. Allerdings müsse vielfach noch für mehr Verständnis für die Katzenarbeit in der Bevölkerung geworben werden, ergänzt der Leitende Verwaltungsbeamte Colja Peglow. „Viele sagen sich: ‚Eine Kugel Schrot kostet nur 50 Cent‘, und sehen nicht ein, warum die Kommunen hier Geld ausgeben.“ Katja Breuer kennt solche Aussagen und betont, die Kastration sei die einzig tiergerechte Lösung des Problems der unkontrollierten Vermehrung: „Es ist der richtige Weg, es geht nicht anders.“

Für Staatssekretärin Silke Schneider passt die Arbeit der Katzenhilfe hervorragend zum Pilotprojekt Katzenelend, das im vergangenen Jahr von der Landesregierung auf den Weg gebracht wurde. Im Oktober startet die dritte Phase , in der erneut Katzen flächendeckend kastriert werden. „Dieses örtliche Modell unterscheidet sich zwar im Vorgehen vom Pilotprojekt , in wichtigen Zielen liegen wir aber dicht beieinander“, sagte Schneider bei ihrem Besuch in der Katzenhilfe. „Jetzt muss es an anderen Orten Menschen geben, die diese Idee aufgreifen.“ Katja Breuer: „Wir werden gerne andere Tierschutzvereine beraten und von unserer Arbeit erzählen.“

 

 

>Kontakt zur Katzenhilfe Itzehoe: 04821/ 4080640.

 

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