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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 14:06 Uhr

Wettbewerb : Ideenschmiede für Jungunternehmer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Berufsschüler traten zum 3. „Gründerwettbewerb Steinburg+“ an. Fachjury lobte hohes Niveau und innovative Ideen.

von
erstellt am 26.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Er ist kameraüberwacht, verfügt über Einschlaf-, Wipp-, und Gegensprechfunktion, kann Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit messen und besteht weitgehend aus metallfreien Materialien. Der intelligente Babywipper „Kiwi Snug“ hält viele nützliche Tools für Eltern und ihre Kinder bereit und ist über eine App bequem vom Smartphone aus steuerbar. Die Idee dazu stammt von Alessia Valiani, Philip Kuckluck und Karen Geisler, die unter dem Firmennamen „Kiwi-OHG“ am dritten „Gründerwettbewerb Steinburg+“ teilgenommen – und den ersten Preis gewonnen haben. Mit ihrem innovativen Produkt, einem ausgefeilten Businessplan und ihrem selbstbewussten Auftreten konnten die drei Elftklässler die Jury überzeugen.

Neben ihnen präsentierten sich gestern elf weitere Teams im Innovationszentrum IZET. Seit August hatten sie von der ersten Idee bis zum fertigen Konzept samt Präsentation und Messestand an ihrem Produkt gearbeitet. Die Ideenvielfalt reichte von einem Ortungspflaster für Gegenstände und einer multifunktionalen Badewanne über ein Armband, das an regelmäßiges Trinken erinnert, bis hin zu einer Brille, die ihre Farbe individuell anpasst. Den zweiten Platz belegte das „Clean Pad“, ein antibakterielles Kissen zur Händedesinfektion, auf Platz drei landete die Schulmanagement-App „SchoolUp“. Mit dem vierten Platz wurde die „Elegant print UG“ belohnt, die ihren 3D-Nagellackdrucker vorstellte. Die Gewinner erhielten Geldpreise, gegeben von den beteiligten Unternehmen.

„Mindestens fünf Ideen sind so gut, dass man sie umsetzen müsste“, urteilte IZET-Geschäftsführer Prof. Dr. Ralf Thiericke. Als „spektakulär“ beschrieb er das Gesamtprojekt. „Ich habe hier Businesspläne gesehen, die besser sind als die von echten Gründern“, so der Experte, der auch als Dozent an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) Kiel tätig ist. „Was die Ideen betrifft, ist dieser bisher der beste Jahrgang.“

Dieses Urteil konnte auch Prof. Dr. Petra Dickel, Juniorprofessorin für Entrepreneurship (Unternehmertum) an der CAU und Mitglied der zwölfköpfigen Jury, unterstreichen. „Unglaublich eindrucksvolle“ Gespräche habe sie mit den Teilnehmern geführt und sei “mehr als positiv überrascht“ . „Ich habe schon viele Gründungsprojekte gesehen. Hut ab, da können Sie locker mithalten!“, lobte sie im Rahmen der Siegerehrung anerkennend.

„Einige brannten für ihre Idee“, bemerkte Jens-Hartwig Göttsch, Firmenkundenbetreuer der Volksbank Raiffeisenbank. Das selbstständige Arbeiten an einer eigenen Idee und die intensive Beschäftigung mit der Existenzgründung an sich empfand er als besondere Leistungen des Projektes. Auch Verlagshaussleiterin Petra Remus zeigte sich beeindruckt angesichts der „kreativen und motivierten jungen Menschen“ und ihrer vielfältigen Ideen.

„Die außerschulische Bildung führt zu hoher Motivation bei Schülern und Lehrern“, bestätigte Bernd Krohn, Studiendirektor am rbz. Nachhaltig wirke sie sich auf gute Abschlüsse, anschließendes Abitur und Studium aus.

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