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Interview : „Ich wünsche mir weniger Dummheit“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Klappmaul-Komiker „Santa Momsen“ erklärt das Weihnachtsfest.

shz.de von
erstellt am 25.Dez.2016 | 08:00 Uhr

Warum backt man zu Weihnachten Plätzchen und zündet Kerzen an? Und wieso gibt es an Heiligabend Geschenke? Unsere Zeitung hat Wissenswertes rund ums Fest zusammengestellt und erklärt, was Rentiere, Sterne und Co. mit Weihnachten zu tun haben. Heute: Interview mit Santa Momsen, der Klappmaul-Komiker mit der Stimme von Puppenspieler Detlef Wutschik aus Hamburg.

Hallo Herr Momsen, vielen Dank, dass Sie uns so kurz vor den Festtagen noch für ein Interview zur Verfügung stehen. Haben Sie Ihre Weihnachtsvorbereitungen abgeschlossen?

Momsen: Da die kulinarischen Dinge meine Frau übernimmt ist das ja mit den Vorbereitungen für den Mann überschaubar. Baum ist gekauft und bereits auf’m Fuß. Oh, ich muss noch nach den Kerzen gucken. Die sind schon seit drei Jahren kaputt und immer wenn ich am Schmücken bin, haben die Läden zu...

Wie müssen wir uns denn Weihnachten bei Familie Momsen vorstellen?
Wie überall. Da sitzen ein Haufen Individuen in der Stube, und alle versuchen, sich ’ne gute Zeit zu machen, was mal mehr, mal weniger klappt. Jedes Jahr werden die gleichen Sachen diskutiert und am Ende ist man froh, wieder seine Ruhe zu haben und vermisst die anderen nach ein paar Tagen doch wieder. Das ist Weihnachten.

Gibt es bei Ihnen spezielle Weihnachtsbräuche?
Wir essen Heiligabend immer Nudelauflauf. Und das schon mittags. Damit Lisbeth nicht so lange inne Küche steht und wir mehr Zeit für die Bescherung haben. Und der Baum wird an der Wand festgebunden, damit der Köter von meinem Sohn den nicht umschmeißt.

Früher war mehr Lametta?
Viel mehr. Weil es ja jetzt gar keines mehr gibt. Das bedauer’ ich. Ohne Lametta ist das Baumschmücken nur noch halb so schön und Oma hat nach Weihnachten nix zu tun, weil keiner mehr Lametta bügeln muss. Schade!

Sie hatten zuletzt einige Auftritte im Kreis Steinburg. Wenn Sie auf Tour sind, kommen Sie auch häufig mit den Norddeutschen in Kontakt. Norden ist nicht gleich Norden, oder? Unterscheidet sich das Publikum von Region zu Region? Lachen die Steinburger anders als Dithmarscher?

Je weiter nach man nach Norden kommt, umso nördlicher wird es ja. Und je weiter man im Süden ist, um so mehr Norden gibt es. Aber Lachen tun alle unterschiedlich. Unabhängig von der Himmelsrichtung. Es ist eher ’ne Wochentagsfrage. Am Wochenende ist das Publikum oft ausgelassener und hat Sonntagsabends schon wieder Angst vor der Arbeit. Das merkt man.

Haben Sie denn alle Weihnachtsgeschenke beisammen?

Ja. Lisbeth sagt ja, wir schenken uns nix. Aber da lass ich mich nicht drauf ein. Wenn ich das mache, habe ich anstatt Weihnachten stillen Freitag.

Haben Sie einen Last-Minute-Geschenktipp für unsere Leser?
Freuen würde ich mich natürlich, wenn sie eines meiner Bücher verschenken würden. „50 Dinge die ein Norddeutscher getan haben muss“ heißt das eine und „50 Dinge die ein Norddeutscher wissen muss“ das andere. Oder natürlich Karten für meine Shows. Das geht immer!

Und zum Abschluss: Was wünscht sich Werner Momsen zum Fest und welche Wünsche richtet er an die Welt?

Ich wünsche mir mehr Toleranz und weniger Dummheit bei den Menschen. Dass die AFD nicht in den Bundestag einzieht, wird wohl leider ein frommer Wunsch bleiben. Aber wenn wir weniger Dummheit hätten...

>Auch Anfang nächsten Jahres tourt Werner Momsen durch den Norden. Am Freitag, 3. Februar, gastiert er in Marne, am Mittwoch, 8. März, kommt er nach Elmshorn und am Sonnabend, 25. März, tritt er in Heide auf.


>Weitere Infos: www.werner-momsen.de

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