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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 00:09 Uhr

„Ich bin glücklich, sehr glücklich“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Große Resonanz bei Willkommensfest der Johanniter in der Begegnungsstätte Wellenkamp

Wie viele Flüchtlinge genau gekommen sind, lässt sich nicht zählen. „Auf jeden Fall eine Menge“, sagt Ulrike Bessel, Dienststellenleiterin der Johanniter. Es ist voll beim Willkommensfest in der Begegnungsstätte Wellenkamp.

Die Volkstanzgruppe des Wandervereins lädt nach dem Auftritt alle Gäste zum Tanzen ein, es gibt Kuchen und Getränke, Kinderschminken, Luftballonmodellage und ein großes Gewinnspiel. Zwischendurch zeigen einige junge Syrer eine Breakdance-Einlage. Bürgervorsteher Heinz Köhnke würdigt in seiner Ansprache auf Deutsch und Englisch das erste Willkommensfest der Kreisstadt. Neben den Johannitern beteiligen sich der Sportverein Wellenkamp, die Feuerwehr, die Siedlerfrauen und Musiker Olaf Plotz. „Es freut mich, dass es so gut angenommen wird“, so Bessel. „Wir bekommen ganz tolles Feedback. Ganz viele waren schon bei mir und haben gesagt: Danke.“

Überwiegend sind Menschen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak gekommen. Auch Rasoul (30) und seine Ehefrau Asra (25) haben sich mit Tochter Hasti (3) auf den Nachmittag gefreut. Die afghanische Familie lebt seit Mai in Münsterdorf und wird von Sprachpatin Kerstin Mayer begleitet. Das Fest finden sie „sehr gut“.

Birgit Moritz, die das „Stöberstübchen“ in der Sandstraße 11 organisiert, nutzt den Nachmittag, um andere Ehrenamtliche kennen zu lernen: „Uns ist vor allem daran gelegen, Kontakt zu haben zu anderen Organisationen, die die Flüchtlinge betreuen.“ Immer montags zwischen 15 und 17 Uhr können sich Bedürftige im „Stöberstübchen“ kostenfreie Kleidung, aber auch Spielzeug, Schuhe oder etwas Geschirr aussuchen.

Kutiba Al Ghawi (26) aus Syrien ist erst vor zwei Monaten nach Itzehoe gekommen: „Ich bin glücklich, sehr glücklich“, sagt er lächelnd, „Die Menschen hier sind sehr respektvoll und nett.“ Der gelernte Friseur erfreut die Besucher mit seinem Breakdance. Auch in der Tanzschule Giesen ist er seit kurzem aktiv. Deutsch lernt er auch mit seinem Sprachpaten Peter Geschke in der Grundschule Wellenkamp – und wartet dabei auf die Anerkennung seines Asylantrags.

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