zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 13:58 Uhr

Kohltage : „Ich bin ein stolzer Kohlbauer“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit dem offiziellen Anschnitt auf dem Piening-Hof in Tiebensee eröffnet Kreispräsident Hans-Harald Böttger die Dithmarscher Kohltage 2014.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2014 | 05:00 Uhr

Sie kamen in Reisebussen und drängten sich am Kohlfeld – Dithmarschen feierte gestern zusammen mit vielen Urlaubern den Start der 28. Kohltage. Bis zu 300 000 Gäste erwarten die Organisatoren an sechs Tagen. Mit dem Kohlanschnitt begann zugleich die offizielle Ernte in Deutschlands Kohlkammer. Den ersten Weißkohlkopf schnitt Kreispräsident Hans-Harald Böttger gekonnt aus dem Blattkleid – und überreichte ihn an Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Robert Habeck.

Wie der Minister erläuterte, wird in diesem Herbst eine überdurchschnittlich gute Kohlernte erwartet. „Ein warmes Frühjahr, ausreichend Regen und danach viel Sonne – die zu erwartende Ernte ist ein gutes Ergebnis für die Kohlanbauer.“

Dithmarschen ist Europas größtes geschlossenes Kohlanbaugebiet, Weißkohl wird auf 2400 Hektar angebaut, Rotkohl auf 400 Hektar. Wie der Vorsitzende der Dithmarscher Gemüsebauern, Christian Ufen aus Kronprinzenkoog berichtete, ernten seine Kollegen in diesen Jahr mehr als die seit Jahren genannten 80 Millionen Kohlköpfe. „In Wirklichkeit sind es mehr, wir ernten mehr Kohlköpfe als wir Bundesbürger sind“, sagte der Landwirt, der mit der diesjährigen Qualität sehr zufrieden ist. „Der Kohl ist gut gewachsen, er ist sehr gesund.“ Das kann Landwirt Niels Piening nur bestätigen. Auf seinem Feld wurde gestern die ersten Kohlköpfe geschnitten. „Ich bin ein stolzer Kohlbauer“, sagte er mit Überzeugung den vielen Journalisten. Auf seinen Feldern wachsen in diesem Jahr etwa 600 000 Kohlköpfe, die Ernte dauert bis in den November hinein.

Sorgen machen sich die Kohlbauern unterdessen darüber, dass Russland infolge der Ukraine-Krise auch einen Importstopp für Gemüse verhängt hat. Ufen: „Noch trifft es uns nicht, aber geht es in den Winter hinein, wird es uns Probleme bereiten.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen