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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 16:24 Uhr

HVV: Jetzt soll ein Gutachten Klarheit bringen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

ÖPNV-Zweckverband will Vor- und Nachteile vergleichen

shz.de von
erstellt am 31.Okt.2014 | 10:21 Uhr

In die seit Jahren geführte Diskussion um einen Anschluss weiter Teile des Kreises Steinburg an den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) soll jetzt ein Gutachten mehr Klarheit bringen. Insbesondere der Raum Glückstadt fordert vehement die Kooperation mit den Hansestädtern. Bislang war das auf Kreisebene aber wegen hoher Kosten und kaum erkennbarer Vorteile abgelehnt worden. Wie der SPD-Kreistagsabgeordnete Rainer Naudiet jetzt als Vorsitzender des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) im Hauptausschuss berichtete, habe der Verband einvernehmlich eine Expertise in Auftrag gegeben. Darin soll insbesondere herausgearbeitet werden, ob und welche Vorteile ein HVV-Anschluss bringt. Dabei sollen die Ergebnisse auch mit den vorhandenen Angeboten abgeglichen werden.

Rainer Naudiet wies noch einmal auf die bisherige mehrheitliche Sprachregelung hin, nach der ein Anschluss an das Hamburger Verkehrsnetz ein reines Marketinginstrument sei. „Deshalb fährt bei uns kein Zug mehr.“ Nach Zahlen aus dem Jahr 2009 würde der HVV für die Hinzunahme Steinburger Regionen rund 1,1 Millionen Euro jährlich verlangen. Naudiet geht davon aus, dass diese Zahl mittlerweile noch deutlich höher liegt. „Jetzt rechnen wir eher mit 1,5 Millionen Euro.“ Der Sprecher machte deutlich, dass diese Ausgabe ein letztlich wohl entscheidendes Kriterium ist. „Die Bürgermeister im Zweckverband schauen sehr genau hin, wie hoch die Verbandsumlage ist.“ Das Gutachten soll im ersten Quartal nächsten Jahres vorliegen.

In einem Punkt erntete Rainer Naudiet aber schon jetzt Widerspruch. Der Glückstädter Kreistagsabgeordnete Dr. Siegfried Hansen (Piraten) vertrat die Ansicht, dass der HVV weit mehr als nur Marketing biete. Bei einem Anschluss würde es auch sehr viel besser abgestimmte Fahrpläne geben. „Das stimmt“, räumte Naudiet daraufhin ein.

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