Hündin "Quiesel": Heimkehr dank Telepathie ?

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10. Januar 2009, 04:59 Uhr

Itzehoe | Na, habt Ihr alle den Jahreswechsel gut überstanden? Dann ist es an der Zeit, sich mit den wirklich wichtigen Dingen im Leben auseinander zu setzen - zum Beispiel mit der Frage: Funktioniert Telepathie wirklich? "Niemals, alles Spökelkram!" - das hätte ich bis vor kurzem gesagt. Schließlich versuche ich seit dem Tag meiner Geburt vergeblich, mittels der Kraft meiner Gedanken den Napf zu füllen.

Aber dann habe ich die Geschichte von "Quiesel" gehört. Das ist eine Australian-Shepherd-Hündin, die bei Claudia Herda-Lüders (44) und Volker Rehberg (46) am Sandberg wohnt. Und seitdem denke ich, dass es zwischen dem großen Hund im Himmel und uns kleinen Dackeln auf der Erde vielleicht doch Dinge gibt, die man nicht einfach erklären kann.

"Quiesel" war mit ihren Menschen bei einer Silvester feier in Wellenkamp. Als die Knallerei los ging, geriet sie in Panik. Sie hat sich irgendwie aus dem Halsband befreit - und dann sah ihr Frauchen nur noch wie sie "wie ein geölter Blitz den Fischdiek hoch schoss". Die Partygäste liefen durch ganz Wellenkamp und suchten "Quiesel". Einige Leute hatten sie auch gesehen, erst am Fußgängertunnel, dann Richtung Wolterskamp. Doch schließlich verlor sich ihre Spur.

"Wir haben Suchmeldungen ins Internet gestellt, das Tierregister Tasso angerufen, die Polizei informiert und Zettel aufgehängt, erzählt Claudia Herda-Lüders. Ein Mann aus dem Internet-Forum hat unsere Zeitung informiert, eine Suchmeldung wurde gedruckt. "Wir haben ganz Itzehoe nach der Nadel im Heuhaufen abgesucht", sagt Volker Rehberg. Aber "Quiesel" blieb auch an Neujahr verschwunden.

Dafür entdeckten ihr Herrchen und ihr Frauchen etwas anderes: die Hilfsbereitschaft vieler Menschen. "Davon sind wir noch immer überwältigt", sagt die 44-Jährige dankbar. "Freunde von uns und unsere Familie, aber auch Leute, die wir gar nicht kannten, haben sich an der Suche beteiligt." Eine Frau stellte den Kontakt zur Tierkommunikatorin Silvia Klüppelberg aus Hohenlockstedt her. Und so ist "Quiesels" Familie "auf menschliche Fähigkeiten gestoßen, die vielen unerklärbar bleiben".

Mittels Telepathie habe sie Kontakt zu "Quiesel" aufgenommen, erklärt Silvia Klüppelberg. "Ich habe ihr die Angst genommen, ihr gesagt, dass sie sich in Bewegung setzen soll und sie aufgemuntert, nach Hause zu gehen. Sie war vor Panik ganz steif." "Quiesel" sei bereitwillig "losmarschiert". Zum Beispiel auf den Famila-Parkplatz. Dort wurde "Quiesel" gesehen, ließ sich aber nicht einfangen. Die Tierkommunikatorin bekam erneut Bilder: Die Hündin sehe Schrebergärten. Also suchten Claudia Herda-Lüders und Volker Rehberg rings um die VHS. Ohne Erfolg. Die Angst wuchs. Schließlich war es nicht nur bitterkalt, "Quiesel" hatte auch eine frische Operations-Wunde am Bauch.

Dann am späten Abend erneut Telepathie-Kontakt. Sie sehe jetzt einen Fußweg neben einem kleinen Wall, sagte Klüppelberg. Herrchen und Frauchen stutzten: So einen gibt es in der Nachbarschaft. Volker Rehberg ging zur Tür - und draußen stand "Quiesel". Sie hatte Durst, aber außer einer kleinen Schramme keine Verletzungen.

Ein Wunder? Eher eine Frage von Intuition, Konzentration und Energie, sagt Silvia Klüppelberg. Als Kind könne jeder mit Tieren kommunizieren. Sie habe durch die Reiki-Lehre als Erwachsener wieder dazu zurück gefunden. Es funktioniere nur, "wenn die Tiere gewillt sind". Und auch die Halter müssten bereit sein, zu sagen: "Probiers." Sie werde nur mit Erlaubnis aktiv, betont die 50-Jährige. "Es ist eine spannende Geschichte und man kann viel damit helfen." Auch bei Krankheiten oder Verhaltensauffälligkeiten. "Aber man braucht eine hohe Sensibilität und muss bereit sein, mit der feinstofflichen Materie zu arbeiten."

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