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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 05:39 Uhr

Freies Internet : Hotspot für Markt und Hafen

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Die Stadtwerke Glückstadt lassen kostenlose, schnelle WLAN-Zugänge einrichten. Zeitgleich werden Rathaus, Bücherei und Feuerwache vernetzt.

von
erstellt am 19.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Laut ist es, wenn der Spezialbohrer arbeitet. Zurzeit wird in Glückstadt an Glasfaserverbindungen gearbeitet. Am Hafenkopf und am Markt soll es demnächst Hotspots geben. Damit haben die Menschen dann öffentlich Zugang zum Internet. „Eine Antenne wird auf der Trafostation am Rethövel eingerichtet, eine an einem Haus am Markt“, sagt Stadtwerkeleiter Karl-Heinz Jacobs. Er hofft, dass die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sind.

Für die Zukunft ist für den gesamten Bereich am Hafen bis zur Docke ein freier Internetzugang geplant. „Wir wollen den Hafen attraktiv machen“, sagt Jacobs.

Und weil die Straßen an einigen Stellen gerade „aufgebuddelt werden“, wird eine zweite Maßnahme gleich mit erledigt: Die Stadtbücherei und die Feuerwache werden mit Glasfaseranschlüssen versehen. Damit können sie mit dem Rathaus vernetzt werden.

„Die Nachfrage nach breitbandigen Internetzugängen über WLAN in Städten und Gemeinden nimmt stetig zu“, begründet Karl-Heinz Jacobs die Einrichtung der Hotspots. „WLAN-Zugänge zählen im Hotel- und Tourismusbereich schon längst zum gutem Kundenservice und machen in der Branche einen wichtigen Standortvorteil aus.“ Immer mehr Menschen würden über Handys telefonieren, immer mehr greifen über ihre Smartphones Daten aus dem Internet ab. Die Bedeutung, problemlos ins Internet zu kommen, nehme immer mehr zu. Jacobs: „Die Anbindung an die Datenautobahn ist oft maßgeblich für die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität eines Ortes.“

Die Stadtwerke Glückstadt hätten dies erkannt und würden deshalb handeln. Mit dem freien WLAN-Zugang soll allen Glückstädtern und auch Touristen die Möglichkeit gegeben werden, „die vielfältigen Möglichkeiten des Internets in unserer schönen Stadt zu nutzen“, sagt Jacobs.

Bei der Finanzierung werde die Werbung ein Thema sein. Wobei die Nutzer damit nicht „überflutet“ werden sollen. Es ist aber geplant, Geschäftsleuten die Möglichkeit zu geben, Anzeigen zu schalten. Jacobs denkt unter anderem an Hotels und Restaurants.

Die Standorte für die Hotspots sind bereits ausgeleuchtet und vermessen. In einem nächsten Schritt werden diese nun an den Standorten Marktplatz und Hafenkopf installiert. Sind sie eingerichtet, wird es zunächst eine Testphase geben. „Um die sichere, aber auch einfache Anwendung gewährleisten zu können“, so Jacobs. Erst dann wird das WLAN-Netz für die Öffentlichkeit freigegeben.

Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften sei eine anonyme Nutzung des Hotspots nicht möglich. Nachdem die Verbindung über das Smartphone, das Tablet oder auch den Laptop mit dem WLAN-Netz der Stadtwerke Glückstadt aufgebaut ist, kann sich der Nutzer über eine Mobilfunknummer registrieren lassen. „Dem Kunden werden per SMS ein Benutzername sowie ein Zugangscode zugeschickt. Nach der Anmeldung ist der Zugang je nach Tarif für einen gewissen Zeitraum freigeschaltet.“

Weil die Glasfaserrohre zurzeit verlegt werden, bekommt die Stadt Glückstadt in diesem Zuge eine separate Faser – „eine interne Leitung“. Angeschlossen werden das Rathaus, die Stadtbücherei und die Feuerwache. Diese schnelle Anbindung wird von der Stadt begrüßt. Timon Schröder, IT-Fachmann im Rathaus, hat bereits gute Erfahrung mit der Anbindung des Detlefsen-Museums gemacht. „Wir als Verwaltung haben dann sichere Verbindungen, weil wir nicht mehr über das allgemeine Internet gehen müssen. Zudem werden wir dadurch langfristig IT-Betriebskosten sparen können. So können wir zum Beispiel die Telefonanlagen und IT-Anlagen zusammenfassen. “

Und wer sich über die neue Baustelle vor dem Hotel Anno 1617 gewundert hat: Dort werden vorsorglich Leerrohre für spätere 10 kV-Leitungen von der Großen Danneddelstraße bis zum Fleth verlegt.


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