Glückstadt : Hotelpläne: Investoren gesucht

In Glückstadt wollen sie den Tourismus mit mehr Übernachtungsmöglichkeiten ankurbeln.
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In Glückstadt wollen sie den Tourismus mit mehr Übernachtungsmöglichkeiten ankurbeln.

In der Elbstadt wird am Montag ein Gutachten zur Machbarkeit vorgestellt.

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14. April 2018, 08:00 Uhr

Glückstadt braucht ein weiteres Hotel. Dieser Meinung sind sowohl Bürgermeisterin Manja Biel als auch die Politik. Eine Arbeitsgruppe wurde eingerichtet und ein Gutachten in Auftrag gegeben. Ein Resultat zweier Gutachterinnen der GLC Glücksburg Consulting AG: Das ehemalige Areal der Großwäscherei Berendsen wäre bestens geeignet für verschiedene Typen wie ein Stadthotel, ein Budget- und Economy-Hotel, ein Boutique-Hotel oder ein Wellness-Hotel. Der Besitzer des Geländes wurde von dem Ergebnis bereits in Kenntnis gesetzt.

Manja Biel ist eine Befürworterin eines neuen Hotels: „Die Zahlen des Gutachtens bestätigen, dass die Bedeutung des Übernachtungstouristen für Glückstadt in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Das in erster Linie in Ferienwohnungen und Ferienhäusern sowie kleineren Hotels bestehende Bettenangebot ist familienfreundlich und individuell,“ so die Bürgermeisterin. „Es ist jedoch sehr kleinteilig. Das heißt, es besteht keine Möglichkeit, um Großgruppen, wie Busreisende, gebündelt unterzubringen. Letzteres ist jedoch für die aktive Bewerbung über Reiseveranstalter unumgänglich. Auch Festgesellschaften möchten gemeinsam wohnen.“

Die Gutachterinnen sind der Frage nach Standort und Hoteltyp nachgegangen. Über ihre Ergebnisse und über ein mögliches Hotel wird in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am Montag, 16. April, um 19 Uhr im Rathaus gesprochen. Dabei geht es auch um die Hotelbedarfsanalyse als Grundlage für ein Exposé, welches 1800 Euro kosten soll. Mit diesem Exposé soll künftig Werbung bei möglichen Investoren gemacht werden.

Laut Gutachten besteht in Glückstadt ein zusätzlicher Bedarf von rund 50 Zimmern, diese entspricht 80 bis 100 Betten. Grundannahme war: Der normale Tourist bleibt durchschnittlich zwei Nächte in Glückstadt. Weitere Standorte, die laut Gutachten für ein Hotel in Frage kommen können, sind: Am Wendehammer Molenkiekergang, das Provianthaus am Proviantgraben, das Rantzau-Palais am Rethövel und das Gelände der Stadtwerke an der Bahnhofstraße.

Und diese Hotel-Formen würden sich für die Standorte eignen: Am Molenkiekergang wäre ein Wellnesshotel sowie ein Budget- und Economy-Hotel denkbar. Ein Stadthotel wäre umsetzbar, ein Boutique-Hotel wird nicht empfohlen. Dabei handelt es sich um ein kleines, persönlich geführtes Haus.

Auf dem Grundstück am Provianthaus wäre für die Gutachterinnen ein Stadthotel oder Boutique-Hotel vorstellbar. Gleiches gilt auch für das Gebäude des ehemaligen Rantzau-Palais. Nicht empfehlenswert wären hier die Konzepte Wellnesshotel und Budget- und Economy Hotel. Letzteres ist ein Haus mit eingeschränktem Service – in der Zwei-Sterne-Kategorie.

Am Stadtwerke-Gelände wären ein Stadthotel, ein Budget- und Economy-Hotel sowie ein Boutique-Hotel umsetzbar. „Nicht empfehlenswert wäre dort ein Wellnesshotel“, sagen die Gutachterinnen.

Grundsätzlich sprechen sie sich für ein ein Stadthotel, ein Boutique-Hotel, ein Wellnesshotel oder ein Budget-Hotel in Glückstadt aus. Eines dieser Konzepte würde das bestehende freizeittouristische Angebot Glückstadts „hervorragend ergänzen und andererseits den Bedarfen und Anforderungen der bestehenden und potenziellen Gästegruppen entsprechen“. Glückstadt hat zurzeit bereits Hotels: Das Anno 1617 mit 42 Betten. Zwölf Betten haben je das „Brückenhaus“ und „Der Däne“ – beide Häuse fallen in die Drei-Sterne-Kategorie.

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