Horster Grenzweg wird beerdigt

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16. Januar 2015, 14:05 Uhr

Ein verkehrspolitischer Dauerbrenner wird jetzt wohl endgültig zu den Akten gelegt. Der von den beiden Kreisen Steinburg und Pinneberg sowie der Stadt Elmshorn und der Gemeinde Horst angestrebte Ausbau des Grenzweges in Horst hat bis 2019 keine Aussicht mehr darauf, in ein Förderprogramm zu kommen. Das teilte Steinburgs Bauamtsleiterin Daniela Immich im Bauausschuss mit Hinweis auf ein „freundliches Schreiben des zuständigen Ministers“ mit. Der Grenzweg sollte insbesondere die Ortsdurchfahrt von Horst nachhaltig entlasten.

„Der Bedarf ist belegt, offen ist nur wer zahlt“, bedauerte Britta tho Seeth (CDU). Volker Susemihl (SPD) brachte es auf diesen Punkt: „Das Thema wird hier seit 20 Jahren diskutiert – und wurde von einigen bewusst in die Länge gezogen.“ Sein Fazit: „Wir bekommen keine Fördergelder und alleine können wird nicht bauen. Jetzt müssen wir das Thema wohl leider beerdigen.“ Auch im Kreisbauamt hält man eine Realisierung des Grenzweg-Ausbaus ohne Fördergelder für unrealistisch. Der Ausbau wäre allenfalls noch „auf eigenes Risiko“ umsetzbar. Laut Daniela Immich gebe es auch „entsprechende Signale“ aus der Gemeinde Horst wie auch aus dem Nachbarkreis Pinneberg.

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