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Kronsnest : Hol över – Fährsaison startet am 1. Mai

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Fährleute vom neuendorfer Verein Kronsnest laden ein: Fahrten über die Krückau und großes Rahmenprogramm

Am Donnerstag, 1. Mai, legt die „Hol Över“ wieder ab. Der Saisonstart von Deutschlands kleinster Fähre wird standesgemäß zelebriert. Am Mai-Feiertag werden tausende Besucher aus der gesamten Region an die Krückau pilgern, um sich mit dem urigen Kahn zwischen Neuendorf und Seester über den Fluss setzen zu lassen. Für ein sicheres Ankommen ist dabei gesorgt. Zum einen hat die „Hol Över“ Rettungskissen und Anker an Bord, zum anderen wurde die Fähre gerade in einer Werft gründlich überholt. Vor allem der Rumpf war durch die lange Vorsaison in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die Saison-Eröffnung beginnt am 1. Mai um 9.30 Uhr mit einem Ufergottesdienst. Mit dem Läuten der Fährglocke und dem Ruf „Hol Över“ startet gegen 10 Uhr der Fährbetrieb. Auf Seesteraner Seite wird in diesem Jahr zum ersten Mal der Catering-Service von Holger Lerch für das „Kulinarische“ sorgen.

Auf Kronsnester Uferseite wird Frank Plüschau mit seinem Team von der Gaststätte „Fährhaus Spiekerhörn“ die großen und kleinen Gäste mit Speis und Trank versorgen.

Hier werden auch der Meierhof Möllgaard mit seinem Käsestand und Gisela Springer-Tich aus Kollmar mit ihren Holzarbeiten und Taschen vertreten sein. Anne Weich wird mit ihrer Eisbahn am gewohnten Gleis in Seester stehen. Die Fähre Kronsnest steht mit ihrem Kuchenzelt und einer Auswahl an Selbstgebackenem wieder am Wartehäuschen in Seester. Für musikalische Unterhaltung wird Joachim Theege auf Kronsnester Seite sorgen. Die Feuerwehrkapelle Seestermühe wird wie in den vergangenen Jahren ab 11 Uhr auf Seesteraner Seite aufspielen. Ab 14 Uhr wird dann die Gruppe „GRENZgeBEAT“ für Stimmung sorgen.

Die Holmer Treckerfreunde sind auf Seesteraner Seite mit ihren Oldtimer präsent, und Dierk Meinert sowie Georg Howold aus Seestermühe werden ihre liebevoll restaurierten Schlepper ausstellen. Und wie in den vergangenen Jahren werden die Sanitäter vom DRK Seester-Seestermühe mit Unterstützung des DRK Elmshorn den Sanitätsdienst übernehmen.

1993 hat das historische Gefährt seinen Betrieb aufgenommen. Was eigentlich nicht ganz stimmt, denn bis 1968 war die Fähre bereits an gleicher Stelle im Dienst. Als sie jedoch Ende der 60er Jahre nicht mehr rentabel war, folgte die Schließung. Bis sich 1992 der Trägerverein gründete, der für die Wiederflottmachung der Fähre sorgte. Gerade einmal sechs Personen (plus Fahrräder) haben auf der „Hol Över“ Platz, gut 40 Meter Wasser muss der Fährmann wriggend überbrücken. Wobei das Wriggen optisch dem Fahrstil eines Gondoliere ähnelt.

Gefertigt wurde das kleine Wassertaxis aus massivem Eichenholz. Gekentert ist die Fähre in den inzwischen gut 20 Dienstjahren noch nie. Das liegt auch an den geschulten Fährleuten. Selbst bei starker Strömung, die auf der Krückau keine Seltenheit ist, halten sie Kurs und erreichen sicher das andere Ufer.

Dass die kleine Fähre noch immer die Krückau befährt, ist maßgeblich den Mitgliedern des Fährverein zu verdanken. Sie haben nicht nur die „Hol Över“ wieder auf Hochglanz gebracht, sondern auch die Wege bis hinunter zum Flussbett und das Umfeld in vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit hergerichtet.

Zu diesem Umfeld gehört unter anderem das „Sööte Eck“, in dem regelmäßig Spezialitäten aus der Region angeboten werden. Auch das kleine Museum („Stöpenkieker“) auf Kronsnester Ufersite lockt jährlich mit wechselnden Themenausstellungen.

>Weitere Informationen über die Fähre, den Fährverein sowie das Programm für 2014 gibt es im Internet auf der Homepage www.faehre-kronsnest.de.

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