Nachtragshaushalt : Hohes Minus in der Stadtkasse

Gerhard Blasberg.
Gerhard Blasberg.

Glückstadt: 500 000 Euro fehlen an Gewerbesteuer

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21. Juni 2014, 08:00 Uhr

In der Stadtkasse klafft plötzlich ein großes Loch. „Wir haben jetzt ein Minus von 2,2 Millionen Euro“, sagt Bürgermeister Gerhard Blasberg. Der Grund: Die Stadt hatte mit mehr Gewerbesteuern gerechnet. Doch diese sind um eine halbe Million Euro geringer ausgefallen, als veranschlagt. Aus Datenschutzgründen darf der Verwaltungschef allerdings nicht sagen, welche Betriebe weniger gezahlt haben als in den Vorjahren.

„Wir kommen jetzt in die Situation, in der andere Städte bereits sind“, sagt Blasberg zur Verschuldung. „Wir schlittern in eine bedenkliche Schieflage.“ Die gute Nachricht wiederum sei: „Die Liquidität ist gesichert.“ Die Stadt sei zahlungsfähig ohne zusätzliche Kredite aufnehmen zu müssen. Dies zeige, dass die Kassenlage noch relativ in Ordnung sei.

Thema werden die Finanzen im Hauptausschuss am Donnerstag, 26. Juni, ab 20.15 Uhr in den Sitzungsräumen der Stadtwerke sein. Denn durch die große Finanzlücke muss ein Nachtragshaushalt aufgestellt und in einer kommenden Stadtvertretung beschlossen werden.

Klar ist für den Bürgermeister: „Das finanzielle Loch kann nicht gestopft werden.“ Es gebe keine geplanten Maßnahmen, die „geschoben“ werden könnten. Denn bereits bei den Beratungen für den jetzigen Haushalt hätten die Politiker über Sparmaßnahmen beraten. „Da ist kein Luxus im Haushalt.“

Aus seiner Sicht wäre denkbar noch zu sparen, aber nicht sinnvoll. Als Beispiel nennt er den „offenen Ganztagsbetrieb an den Schulen“. Für diesen sind rund 30 000 Euro veranschlagt.

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