zur Navigation springen

Hohenlockstedt für Alt und Jung attraktiver gestalten

vom

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hohenlockstedt | Den Ort für jüngere und ältere Bürger attraktiv halten - gleichzeitig aber die Finanzen im Blick haben: Mit diesen Vorgaben wollen die Hohenlockstedter Sozialdemokraten in die kommende Legislaturperiode gehen.

Klar Position bezieht der SPD-Ortsverband beim Jugendzentrum: Die Einrichtung soll am bestehenden Ort erhalten bleiben. "Das Juze ist toll, hat auch einen großzügigen Außenbereich", sagt Jerôme Retzlaff. Der ehemalige Vorsitzende des Kinder- und Jugendparlaments hält nichts von der Idee anderer Fraktionen, das Jugendzentrum an die Schule zu verlagern. "Die Jugendlichen wollen weg von der Schule, brauchen gerade die räumliche Entfernung." Gleichzeitig fordert er auf, das Potenzial des Kinder- und Jugendparlaments künftig noch stärker zu nutzen und es mehr in die politische Arbeit einzubeziehen. Das Kijupa selbst sollte allerdings parteipolitisch unabhängig arbeiten, sagte er im Hinblick darauf, dass Mitglieder des Parlaments bei der Kommunalwahl für die CDU kandidieren.

Auch die Strukturen für die ältere Bevölkerung sollen laut Theodor Scheit erhalten und verbessert werden. So sollte die Gemeinde unter anderem bei der Bauleitplanung die Rahmenbedingungen für Betreutes Wohnen schaffen. Um den Senioren Hilfe bei Einkäufen anbieten zu könne, sollten die Politiker entsprechende Initiativen unterstützen. Die Attraktivität des Ortes steigern heißt für den SPD-Gemeindevertreter Jürgen Kirsten auch, die Wirtschaft zu fördern. So befürwortet er eine Anbindung der B 206 an die künftige A 20. Darüber hinaus spricht er sich für einen Parkplatz am östlichen Ortsrand aus, wo die großen Lkw, die jetzt in den Straßen abgestellt würden, ihren Platz hätten. Das würde die Sicherheit erhöhen. Mit Hilfe des Kreises sollen auch Möglichkeiten geschaffen werden, das Gewerbegebiet Ridderser Weg attraktiver zu machen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es dort in jüngster Zeit Probleme mit Betriebswohnungen gegeben hatte.

Engagieren will sich die SPD ferner beim Munitionsdepot, das seit Abzug der Bundeswehr für die Öffentlichkeit trotz einiger Bemühungen der Politiker immer noch gesperrt ist. "Unser gemeindlicher Einfluss ist zwar begrenzt, wir werden aber unsere Netzwerke über Landes- und Bundespolitik nutzen, um Verbesserungen zu erreichen", betont Theodor Scheit.

Bei allen Forderungen und Wüschen: alles muss auch bezahlbar sein. "Wir müssen dem Bürger sagen, dass wir uns nicht mehr alles leisten können", erklärt der Ortsvorsitzende Jürgen Klein. 90 Prozent des Haushalts seien zweckgebunden, die anderen zehn Prozent müssten "zielorientiert" ausgegeben werden. Die Schuldenlast von zehn Millionen Euro binde den Politikern die Hände bei der Gestaltung, ergänzt Jürgen Kirsten.

Sparen will die SPD beim Verwaltungsgebäude für das Amt Kellinghusen, das aus ihrer Sicht unnötig ist. "Die Mittel werden in Hohenlockstedt dringend für andere Maßnahmen benötigt", erklärt Theodor Scheit. Zum Beispiel für Spurbahnen- und Kanalsanierungen und für einen Sporthallenanbau. Es wäre ein Unding, wenn die zweitgrößte Gemeinde im Amtsbezirk bei dieser Entscheidung überstimmt werde. "Wir sind die Verlierer der vergangenen Verwaltungsreform. Das haben wir immer gesagt", so Klein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen