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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 10:52 Uhr

Hoffnungsschimmer fürs Stadion

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach mehr als einem Jahr Stillstand gibt es eine Ortsbegehung / Kommunalaufsicht hat allerdings Kredite für Eigenanteil aus Etat gestrichen

shz.de von
erstellt am 07.Mär.2016 | 12:00 Uhr

Für die Realisierung der ehrgeizigen Pläne zur Sanierung des Wilstermarschstadions gibt es jetzt vielleicht einen Hoffnungsschimmer – zumindest einen kleinen. Am 4. April hat sich eine Mitarbeiterin aus dem zuständigen Kieler Ministerium für eine Begehung vor Ort angekündigt. Das teilte Bürgermeister Walter Schulz jetzt vor dem Finanzausschuss mit. Damit könnte nach mehr als einem Jahr Stillstand wieder Bewegung in das Projekt kommen.

Finanziert werden soll die umfassende Erneuerung der Sportstätten durch Städtebauförderungsmittel. Das Geld dafür liegt auch seit langer Zeit bereit. Nur der letzte Bewilligungsbescheid aus der Landeshauptstadt steht noch immer aus. In den städtischen Gremien hatte dies in den vergangenen zwölf Monaten immer wieder für Unmut gesorgt – zumal die Verwaltung auch in regelmäßigen Abständen in Kiel nachhakte. Für zusätzlichen Verdruss sorgte auch der Umstand, dass für die bereitliegenden Gelder von der Stadt auch noch eine Art Bereitstellungszinsen aufgebracht werden muss – obwohl sie das Konto nicht anrühren darf. Schwacher Trost: Diese Zinsen für nichts werden ebenfalls aus dem Städtebauförderungstopf bezahlt, der damit allerdings immer kleiner wird, je länger es dauert.

Unabhängig davon hat die zwischenzeitlich von der Kommunalaufsicht beim Kreis Steinburg erteilte Genehmigung des Haushaltsplanes für 2016 für Ernüchterung bei den Ratsmitgliedern gesorgt. Aus den geplanten knapp 1,9 Millionen Euro Neuverschuldung hat der Kreis rund 800  000 Euro gestrichen. „Das ist doch eine Beschneidung unserer Beschlüsse“, fühlt sich CDU-Fraktionssprecher Mark Dethlefs zunehmend am Gängelband des Kreises. Die Kürzung der eingeplanten Kredite bezieht sich im Wesentlichen auf den von der Stadt zu erbringenden Eigenanteil bei den Städtebauförderungsmitteln für das Wilstermarschstadion. Dethlefs befürchtet nun, dass das Projekt selbst bei einer plötzlichen Freigabe aus Kiel nicht mehr umgesetzt werden kann – weil die Stadt dafür keine Mittel mehr eingeplant hat. „Was machen wir denn, wenn der Sportplatz genehmigt wird, wir beantragen dann einen Nachtrags-Etat und der Landrat schießt uns das wieder weg?“ Aus Sicht der Verwaltung wäre das aber kein Problem. Wenn die Gelder aus Kiel fließen, könne der städtische Anteil noch rechtzeitig wieder eingestellt werden. Immerhin ginge es dabei um rund 600  000 Euro.

Hoffnung besteht allerdings, dass sich dieser Betrag noch um gut 400  000 Euro reduzieren lässt. Für das Projekt könnte es nämlich noch Geld aus einem anderen Topf geben. Einen entsprechenden Antrag wollte die Verwaltung jetzt fertig stellen.

Noch im Haushalt drin sind hingegen die Mittel für die dringend erforderliche Sanierung der Schleuse Kasenort. 1,35 Millionen Euro wird das kosten. Die Stadt ist mit höchstens 555  000 Euro dabei – die natürlich über Kredite aufgebracht werden müssen. Der erforderliche Rückbau eines Regenrückhaltebecken wurde aber ohnehin schon auf 2017 verschoben.

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