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Erste Erfolge in Itzehoe : Hoffnung für die Innenstadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Mit der Vermarktung der Itzehoer Innenstadt beauftragte Firma legt Ergebnisse vor: Verhandlungen für diverse neue Geschäfte laufen. Dazu gehören auch Modeläden.

278 Shopeinheiten erfasst. Mehr als 500 Interviews mit Eigentümern und Geschäftsinhabern geführt. Mehr als 4000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche in der Vorbereitung. Das ist der Arbeitsnachweis des Innenstadt-Vermarkters Justus von Kries und seiner Hamburger Firma K.G.I. bislang.

Früh im Jahr war er mit Mitteln der Stadt und aus der Wirtschaft engagiert worden, um der dahin siechenden Fußgängerzone wieder auf die Beine zu helfen. Seinen Ansatzpunkt nennt von Kries „Matrix“: Das detaillierte Werk stellt den optimalen Branchenmix für die Innenstadt dar. Diese ist in Zonen mit den jeweils sinnvollen Branchen aufgeteilt worden. „Man braucht bestimmte Bausteine für die Marktmacht in der Region“, erläuterte von Kries vor dem Wirtschaftsausschuss. Die mit vielen Daten zu den Immobilien und ihrer Wirtschaftskraft unterlegte Matrix sei keine Verpflichtung, diese Branchen zu installieren, aber ein klarer Anhaltspunkt: „Jeder kann, keiner muss, wer es nicht tut, verliert eine Chance.“ Das Papier sei fertig und nutzbar.

Parallel wurde und wird ein zweites Feld beackert: die aktive Beseitigung des Leerstandes. Das Hertie-Gebäude sei dabei ein Muss, aber auf dem richtigen Weg – das letzte Wort hätten die Banken, so von Kries. Sein Unternehmen verhandele zurzeit über 4320 Quadratmeter neue Verkaufsfläche in der Innenstadt. Die Branchen: zwei Mal junge Mode, Kinderkonfektion, Spielwaren, Bio-Markt. Hinzu kommt ein Kleinkaufhaus, angedacht für die mit dem Spielplatz belegte Lücke in der Breiten Straße. Noch fehle der große Ankermieter, erklärte Stephan Schack, Vorstand der Volksbank Raiffeisenbank Itzehoe, dem Ausschuss. Aber er sei ziemlich sicher, dass 2014 ein Bauantrag gestellt werde.

Einige Projekte stehen laut von Kries kurz vor der Bauvoranfrage, andere sind weniger weit. „Grundsätzlich sind das alles Firmen, die wir für Itzehoe gewonnen haben, die die Stadt nicht auf der Agenda hatten.“ Damit sei es schon zum Teil gelungen, Itzehoe wieder auf die Expansionslisten der Filialisten zu holen. Diese Verhandlungen gelte es in den nächsten Wochen voranzutreiben.

Dabei mischt die K.G.I. weiter kräftig mit, obwohl die Mittel für den Auftrag seit Ende August erschöpft sind. „Das nehmen wir auf unsere Kappe“, sagt von Kries. „Bestimmte Sachen kann man gar nicht schleifen lassen.“ Auch in Bezug auf die Matrix und deren Fortschreibung werde die Beziehung weiter bestehen. Nutzen könne sie allerdings dank des einfachen Aufbaus jeder, da seien noch Berührungsängste abzubauen. Vorgesehen ist, dass das Stadtmanagement diese Aufgabe übernimmt. „Itzehoe ist die erste Stadt, die dieses Modul in dieser Perfektion hat“, sagte von Kries.

Sein Ausblick war positiv: Weniger Fluktuation, eine höhere Qualität und Attraktivität, bessere Erträge für Vermieter, zurückkehrendes Vertrauen bei den Filialisten. Zu tun gibt es dafür noch Einiges, zum Beispiel, die Brücke von externen Standorten in die Innenstadt zu schlagen: Media Markt aktiviere mehr als 140 000 Kunden. In der Fußgängerzone müsse endlich das Thema gemeinsamer und längerer Öffnungszeiten angegangen werden, so von Kries. Wenigstens für vier bis sechs Wochen solle es probiert werden: „Der Kunde braucht zwei bis drei Wochen, bis er es gemerkt hat.“

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Lesen Sie morgen: Warum ein großes Gebäude am La-Couronne-Platz in den Planungen zum schwarzen Fleck geworden ist.

 

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erstellt am 01.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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