Neujahrsempfang : Hoffnung auf ein gutes Jahr

Tänzer, Musiker, Geehrte und Stadtobere: Bürgervorsteher Heinz Köhnke (l.) und Bürgermeister Andreas Koeppen (r.) überreichten die Verdienstplakette an Reinhard Bischof vom Kinderschutzbund, Renate Wilms-Marzisch vom Partnerschaftsverein und Wehrführer Peter Happe. Hinten die Gruppe „Breakout“ und das Kammerorchester „Armonico“.
Tänzer, Musiker, Geehrte und Stadtobere: Bürgervorsteher Heinz Köhnke (l.) und Bürgermeister Andreas Koeppen (r.) überreichten die Verdienstplakette an Reinhard Bischof vom Kinderschutzbund, Renate Wilms-Marzisch vom Partnerschaftsverein und Wehrführer Peter Happe. Hinten die Gruppe „Breakout“ und das Kammerorchester „Armonico“.

Empfang von Stadt und Kreis im Theater: Drei Itzehoer mit Verdienstplakette für ihr Engagement ausgezeichnet.

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12. Januar 2015, 17:00 Uhr

Hip-Hop und Kammermusik, Gäste vom Baby- bis zum weit fortgeschrittenen Alter – ein buntes Bild gestern beim Neujahrsempfang von Stadt und Kreis. Die Stadt war mit der Ausrichtung an der Reihe und wählte erstmals das Theater Itzehoe. Gute Entscheidung: 200 Besucher füllten die Plätze im kleinen Saal.

Der Direktorin waren sie willkommen, denn das Theater wolle schließlich ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens sein, so Ulrike Schanko. Und die Möglichkeiten auf der Bühne wurden genutzt: Zweimal trat die Hip-Hop-Formation „Breakout“ aus der Tanzschule Kathrin Giesen auf, zweimal das Kammerorchester „Armonico“. Dessen Mitglieder Isabel (Geige) und Diego Grützmacher (Klavier) ernteten zudem langen Applaus für ihre Darbietung als Duo.

Vor den von Bürgermeister Andreas Koeppen gewünschten „guten Gesprächen“ im Foyer stand der offizielle Teil. Diesen eröffnete er mit einem „Rückblick, der es durchaus in sich hat“. Die Explosion in der Schützenstraße sei ein „Ereignis, was wir in dieser Stadt niemals vergessen werden“. Es habe aber auch gezeigt, wie die Stadt helfen und zusammenstehen könne. Prinovis und Prokon nannte Koeppen als weitere Tiefschläge, immerhin sei er bei dem Windkraft-Unternehmen zuversichtlich, dass es aus der Insolvenz heraus weiterbestehen werde. Positiv seien die Entwicklung der Itzehoer Versicherungen und des Klinikums, in der Innenstadt das Stör-Carree und die Fertigstellung des Fielmann-Gebäudes. Mit der Öffnung der Fußgängerzone für Autos sei weiter an den Rahmenbedingungen gearbeitet worden, aber: „Wir können unsere Stadt nur dann besser machen, wenn wir sie auch wahrnehmen und nutzen.“

Er glaube, dass die Stadt ein gutes Jahr 2015 vor sich habe, so Koeppen. Seine Wünsche dafür: Mit den Flüchtlingen möge genauso solidarisch umgegangen werden wie mit den Opfern der Explosion. In die Stadtteile sollten sie integriert werden, den Bau einer zentralen Unterkunft wolle man so lange wie möglich vermeiden. Bei Prinovis zeigte sich der Bürgermeister „vorsichtig optimistisch“, dass die gesamte Fläche in diesem Jahr einen Käufer findet. Für die Neuorientierung der bisherigen Mitarbeiter werde Hervorragendes geleistet: „Dass nicht alle arbeits- und perspektivlos sind, ist ein gutes Zeichen für die Region.“ Für die Innenstadt wünschte er sich den Verbleib der Kreisverwaltung und Rückenwind für die Initiativen, allen voran den Verein Störauf: Wasser in der Stadt sei vielleicht geeignet, ein Leitbild zu werden.

Dank ging an die Ehrenamtler der Stadt, die Vielfalt sei außerordentlich, stellte Bürgervorsteher Heinz Köhnke fest. Drei Engagierte wurden mit der Verdienstplakette der Stadt geehrt: Renate Wilms-Marzisch (64) organisiert seit mehr als drei Jahrzehnten Schülerbegegnungen mit den Partnerstädten und gehört seit 1995 dem Vorstand des Partnerschaftsvereins an. Seit 2011 ist sie Vorsitzende, „hoffentlich noch möglichst lange“, so Köhnke. Reinhard Bischof (60) engagiert sich seit Jahrzehnten für Kinder und Jugendliche, ist seit 1996 Vorsitzender im Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbundes. Und schließlich: Peter Happe (64), Wehrführer in der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe, und das seit 20 Jahren. Alle drei dankten – und betonten, dass der Einsatz nur dank vieler Mitstreiter möglich sei.

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