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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 20:04 Uhr

Hörerlebnis im Studio

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sie können alles, außer langweilig! Was Torsten Zwingenberger und seine Band Berlin 21 im Studio des Theaters ablieferten, wird den Zuhörern noch lange im Gedächtnis bleiben.

Bekanntes ertönt nicht. Zwingenbergers seit drei Jahren bestehende Band spielt nur Eigenkompositionen. Federführend sind Pianist Lionel Haas und Martin Lillich am Bassello. Dabei verschmelzen Bebop und Soul mit Latin und Afro-Jazz zu immer neuen Hörerlebnissen. Rhythmisch freie Intros machen neugierig auf den Hauptteil, der meist gegliedert ist durch unisono gespielte Parts. Dabei spielen mehrere Instrumente dieselbe Melodie, oft rhythmisch hochkompliziert. Dazwischen die Soli der Musiker, die souverän durch die Harmonien marschieren.

Lionel Haas begeistert mit dem Montuno-Stil kubanischen Ursprungs ebenso wie mit dem oft anhaltend rasanten Spieltempo. Martin Lillich spielt eines der wenigen existierenden Bassellos, eine Form zwischen Bass und Cello. Sein Spiel, ob nun begleitend oder beim Solo, sprüht vor Abenteuerlust. Neuling der Band ist Tim Seier aus Kanada. Das introvertierte Spiel des 24-Jährigen fügt sich ein in die für ihn noch neue Musik, souverän erklingen sowohl Unisono-Parts als auch die Soli.

Torsten Zwingenbergers multiple Spielweise ist inzwischen legendär. Er liefert einen faszinierend facettenreichen Klangteppich mit analoger Hand- und Fußspieltechnik und dankt für das Bekenntnis der Zuhörer zur Live-Musik: „Lebendige Kultur gibt es hier!“


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