Höhere Preise für Gas und Strom

Werkausschuss nickt Vorlage der Werkleitung ab

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08. November 2018, 10:13 Uhr

Am Ende halfen Michael Schjut auch keine kaufmännischen Kunstgriffe mehr weiter: Für den 1. Januar 2019 kündigte der Chef der Stadtwerke Wilster eine Anhebung der Strompreise an. Der Werkausschuss gab dazu einstimmig und ohne weitere Diskussion grünes Licht.

Zuletzt war der Bezug elektrischer Energie am 1. Januar 2017 teurer geworden. „Man konnte in den vergangenen Monaten schon beobachten, wie sich Einkaufspreise und Abgaben immer weiter nach oben bewegten“, so Schjut. Politik der Stadtwerke Wilster sei es zwar, möglichst risikoarm Strom einzukaufen. Die aktuelle Entwicklung habe man aber nicht mehr einfangen können. „Wir müssen das leider an unsere Kunden weitergeben“, fügte der Werkleiter hinzu.

Vorgesehen ist eine Erhöhung der Bezugspreise um einen Cent pro Kilowattstunde (netto). Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh im Jahr wären das Mehrkosten von 41,65 Euro, was einer Preiserhöhung um 3,62 Prozent entspricht.

Wer von den Stadtwerken Wilster zudem Heizgas bezieht, muss sich auch hier auf höhere Ausgaben einstellen. Nach einer Preissenkung vor einem Jahr soll das Gas nun zum 1. Januar 0,5 Cent pro Kilowattstunde teurer werden. Auf einen mittleren Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 25 000 kWh wären das Mehrkosten von knapp 150 Euro. Die Preiserhöhung liegt damit bei mehr als zehn Prozent. Schwacher Trost für Gaskunden: Die Preise für Heizöl sind in den vergangenen Monaten deutlich höher angestiegen. Ausschuss-Vorsitzender Holger Stamm (SPD) konnte wie seine Kollegen in dem Gremium auch die neuen Gaspreise nur abnicken: „Ich nehme gerne Lösungen entgegen. Aber ich habe keine gefunden“, machte er den Mangel an Alternativen deutlich.

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