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So geht Wirtschaft : Höhenflug für Mozart-Aktien

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Planspiele im Lägerdorfer Zementwerk: Schüler üben sich im Management von virtuellen Unternehmen.

Steigende Umsätze, höhere Marktanteile und bessere Erträge: Was jedes wirtschaftliche Unternehmen erreichen möchte, hatten sich eine Woche lang auch 18 Schüler der Auguste Viktoria-Schule (AVS) und des Sophie-Scholl-Gymnasiums (SSG) zum Ziel gesetzt. Als „Manager auf Zeit“ erhielten die Zwölftklässler beim WIWAG-Planspiel Gelegenheit dazu, die Geschicke von imaginären, konkurrierenden Firmen zu lenken, die Kopfhörer produzieren. Durchgeführt wurde das Planspiel vom Unternehmensverband Unterelbe-Westküste und der Holcim AG, in dessen Räumen in Lägerdorf die Veranstaltung stattfand.

In Gruppen organisierten die Schüler sich selbst, formulierten Unternehmensziele, setzten ihre Pläne um und kontrollierten die Ergebnisse. Dabei stand ein Tag für ein Jahr. Täglich legte Spielleiter Günter Wangerin ihnen einen detaillierten Geschäftsbericht vor. „Es ist eines unserer Ziele, den jungen Menschen Chancen und Risiken unternehmerischer Entscheidungen deutlich vor Augen zu führen und sie mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen zu konfrontieren“, so Wangerin. Auch Fehlentscheidungen seien dabei Teil des Lernprozesses.

„Es gibt 24 Rädchen, an denen wir drehen mussten, damit am Ende etwas dabei raus kommt“, erklärte Bennet Widderich, Schüler am SSG. Dabei komme es darauf an, „von welchem Standpunkt aus man die Ergebnisse betrachtet“: Für Großaktionäre sei der Aktienkurs interessant, Kleinaktionäre achten besonders auf die Dividende, während der Bürgermeister des Ortes sich über hohe Mitarbeiterzahlen freue.

Und so schlugen auch die Schülergruppen, die aus Schülern beider Schulen bestanden, unterschiedliche Wege ein: Während die Krach Audio AG in einem Jahr 95 Mitarbeiter entließ, um durch den Einsatz neuer Maschinen Personalkosten zu senken, investierte die Mozart AG in Entwicklung und Forschung. „Wir haben hochwertige Qualität produziert und die Preise dementsprechend erhöht“, erklärte Nils Dober (SSG). Seine Teamkollegin Kristin Schmidt (AVS) ergänzte: „Dabei haben wir auf Nachhaltigkeit gesetzt, umweltfreundlich produziert und viel Geld in Werbung gesteckt.“ Den Ausgangspreis von 35 Euro hob die Mozart AG auf 75,95 Euro an – und erwirtschaftete mit ihrer Strategie den höchsten Gewinn innerhalb des Planspiels.

„Zum Verständnis trugen auch die Informationen der Tutoren bei“, erklärte Marius Köhler (AVS). Mitgliedsfirmen des Unternehmerverbandes stellten erfahrene Mitarbeiter aus der Praxis, die den Schülern Probleme aus ihrem jeweiligen Arbeitsalltag näher brachten. Auch sie trugen dazu bei, die Teilnehmer an das Verstehen von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen heranzuführen. Über den Erfolg des Planspiels waren die Schüler sich einig – “mehr als in drei Jahren WiPo-Unterricht“ habe manch einer in der Wirtschaftswoche gelernt.

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erstellt am 30.Jan.2014 | 16:44 Uhr

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