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Dithmmarscher Rockfestival : Hochkarätige Bands begeistern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Drei Tage DRF auf einer Koppel in Brunsbüttel finden mit dem Auftritt von Papa Roach einen umjubelten Abschluss.

Das 9. Dithmarscher Rockfestival, das in diesem Jahr erstmals auf einer Koppel vor den Toren Brunsbüttels stattfand, riss die Besucher wegen des guten Band-Billings, aber auch wegen der gelungenen Location mit. Sicherlich waren es an der Westerbelmhusener Straße nicht die erhofften 3000 Besucher, aber das interessierte bei den hochkarätigen Bands letztlich niemanden. Auf dem fünf Hektar großen Gelände rockten bei dem Drei-Tages-Festival insgesamt 24 Bands, als gäb es kein Morgen.

Auf der großen „Energy Stage“, der imposanten Hauptbühne mit einer beeindruckenden Lichtshow, sowie der kleineren „Dith Stage“ gaben Bands wie Holly Would Surrender, Warner Drive oder die Kapelle Petra alles. Auch Ludwig Van, Tequila & the Sunrise Gang und Elvis Dies Tomorrow riefen Begeisterungsstürme hervor. Viele fragten sich allerdings was eine Hip Hop-Band wie Die Orsons, die in ihrem Genre sicherlich ihre Qualitäten hat, am Sonnabend zur Prime Time bei einem Rockfestival zu suchen hat. Die Band dankte dem Publikum jedenfalls für seine Toleranz.

Ein erstes großes Ausrufezeichen setzte am Vorabend die Co-Headliner-Band Jennifer Rostock mit der gleichnamigen Sängerin, die in ihre hingebungsvoll performten Songs auch zahlreiche Entertainer-Elemente mit einfließen ließ. Ob sie zwei Zuschauer auf die Bühne holte, die den Song Feuer alleine singen und sich dem Publikumsvoting stellen mussten, oder ob sie die männlichen Besucher aufforderte, sich ihrer T-Shirts zu entledigen („Ich mach das schon mal vor!“) – stets traf sie nicht nur musikalisch den richtigen Ton und nahm das Publikum mit auf eine aufregende Reise durch ihre Indie-Rock-Songs.

Für Denise Oesau aus Eddelak, die den kleinen Wettbewerb gegen ihren Konkurrenten gewann, war dies ein besonderes Erlebnis: „Für mich ging damit ein Traum in Erfüllung“, sagte der Jennifer-Rostock-Fan, der die Band auch backstage treffen konnte.

Am letzten Tag wurde es noch einmal voll, denn alle wartete auf Papa Roach. Die Kalifornier rockten kurz vor Mitternacht mit ihrem Nu Metal und Crossover die Bühne. Sänger Jacoby Shaddix brauchte nicht lange, um das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Und bedankte sich am Ende bei den Fans für ihre Unterstützung bis weit nach Mitternacht mit dem größtem Hit in der Zugabe: „Last Resort“.

Auch die Bands auf der kleineren Bühne fühlten sich vom Publikum gut angenommen. „Es war – obwohl wir schon nachmittags gespielt haben – schon gut was los vor der Bühne“, sagte etwa DEP-Sänger Stefan. „Und obwohl alle in Feierlaune waren, blieb es sehr entspannt“, meinte Bassist Toby. „Wir haben die fast neue kleine Bühne, glaube ich, gut eingeweiht.“

So zeigte sich Veranstalter Holger Burde letztlich zufrieden. „Unser Konzept ist über das ganze Festival gesehen voll aufgegangen“, sagte er. „Man sehe sich nur den Boden an: Regen und absolut kein Matsch – nirgends.“

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erstellt am 18.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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