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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 09:34 Uhr

Historisch

vom

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Morgen ist Showdown. Endlich. Der politische Streit um Alsen ist mit dem Bürgerentscheid auf die Spitze getrieben worden.

Jedes Lager versucht natürlich, all die guten Gründe für die eigene Meinung zu transportieren. Doch die umfangreichen Informationen, die mit den Abstimmungs unterlagen verschickt wurden, sollten mit Vorsicht genossen werden. Nur ein Beispiel: Die Alsen-Befürworter verweisen darauf, dass ein Haus der Jugend an der Grunerstraße rund 3,7 Millionen Euro kosten werde. Nicht erwähnt wird die von der Ratsversammlung beschlossene Obergrenze von 2,5 Millionen Euro. Und die Alsen-Gegner sagen, dass für dieses Geld an der Grunerstraße ein HdJ mit 1245 Quadratmetern Nutzfläche entstehen könne. Der zuletzt vorgestellte und wegen der Kosten stark eingedampfte Entwurf wies allerdings 500 Quadratmeter weniger auf. Viele Details kommen hinzu, die von jeder Seite so ausgelegt werden, wie es ihr gerade nutzt - bis hin zu den Zahlen zur Finanzierung. Das kann den Betrachter verwirren oder auch verdrießlich stimmen.

Zum Glück kommt es darauf letztlich nicht an. Morgen fällt die Entscheidung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Projekten, mögen die Alsen-Gegner auch noch so sehr betonen, es gehe nur um den Standort für das Haus der Jugend. Dessen Errichtung an der Grunerstraße ist die eine Möglichkeit. Die andere aber ist ein Projekt, das einen Teil der lang beklagten Brache auf Alsen zu einem Begegnungsraum und Anziehungspunkt für jedes Alter entwickeln soll, mit dem Haus der Jugend als wesentlichem Baustein.

Unabhängig von allem Zahlengewitter steht fest: Dieses Vorhaben ist im Bau und in der Folge deutlich teurer als die Alternative an der Grunerstraße. Dafür bietet es viel mehr Inhalte. So lauten die entscheidenden Fragen vor der Abstimmung: Überzeugt die Vision für Alsen? Und ist sie den finanziellen Aufwand wert?

Nach jahrelangen Diskussionen haben die Bürger das Wort. Das ist gut. Jetzt müssen die Itze hoer die historische Gelegenheit zur Mitbestimmung nur noch nutzen.

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