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Bunkeranlage : Hilfskrankenhaus fällt an Gemeinde

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Kellergeschoss der Grundschule ist die Bunkeranlage mit Betten, OP-Räumen, Röntgengeräten und Kraftwerk jetzt Geschichte. Alles wurde ausgeräumt. Die Gemeinde will die Räume jetzt anderweitig nutzen.

Mit dem Bau der Realschule in St. Michaelisdonn Anfang der 60er Jahre, heute Grundschule, baute der Bund im Kellergeschoss des Gebäudes eine Bunkeranlage ein. Diese wurde damals als Hilfskrankenhaus eingerichtet, mit Betten, OP-Räumen, Röntgengeräten, Kraftwerk und dergleichen. Vor einigen Monaten gab der Bund die Einrichtung auf, das Hilfskrankenhaus wurde geräumt. Der Bund will nun der Gemeinde die Räume überlassen.

Zu dem Zweck wurde die Gemeinde aufgefordert, einen Überlassungsvertrag zu unterschreiben. Damit der Gemeinde keine Folgekosten entstehen, befasste sich der Verwaltungsausschuss mit der Angelegenheit. Vorsitzender Joachim Rohde hatte zu einem Lokaltermin eingeladen: „Wir wollen sehen, was die Räume bieten, wie sie genutzt werden können.“

Als positiv sieht es Rohde: „Vor zehn Jahren wurde der Bunker aufwendig saniert und die Technik erneuert.“ Michael Siebert fragt zwar, welchen Nutzen die Räume für die Gemeinde haben, „manchmal werden Sachen, die es umsonst gibt, im Endeffekt teuer“ und Siebert ergänzt: „Industrie und Privatleute sind zum Rückbau verpflichtet, der Bund verschenkt einfach nur.“ Rohde gab aber zu bedenken, dass die Schule die Räume nutzen kann, selbst die Feuerwehr nutzt schon einen Raum. Folgekosten sieht Rohde nicht. Beim Lokaltermin wurde festgestellt, dass die Notstromanlage intakt ist und bleiben kann. Von der Verwaltung soll geprüft werden, ob die Wasseraufbereitungsanlage stetig überprüft werden muss. Für den Fall soll sie auf Kosten des Bundes abgebaut werden. Das Gleiche gilt für die Filteranlage, die bei eventuellen ABC Bedrohungen eingesetzt werden sollte.

„Die Anlage ist Sondermüll und komplett überflüssig“, stellt Rohde fest. Das Kraftwerk könnte sinnvoll sein, wenn es in St.Michel Stromausfall gibt. Auch wenn diese Möglichkeit nicht wahrscheinlich nicht, die Nutzung der Räume überwog dann doch die Entscheidung das Geschenk des Bundes anzunehmen. Der Verwaltungsausschuss beschloss einstimmig den Überlassungsvertrag zuzustimmen.

 

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