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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 10:57 Uhr

Hilfsaktion nach Schicksalsschlag

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Tochter und Sohn eines 69-jährigen Gribbohmers schwer erkrankt / Nachbarn organisieren Spendenaktion und sammeln 3800 Euro

von
erstellt am 02.Mär.2015 | 11:04 Uhr

Eine vorbildliche Spendenaktion haben Maike Möller und Anneliese Reimers auf die Beine gestellt. Als die beiden Frauen vom Schicksal der Gribbohmer Familie Dirk Burckhardt hörten, waren sie fest entschlossen zu helfen. „Wir wollten insbesondere unser Mitgefühl ausdrücken“, sagt Maike Möller und erzählt, dass die beiden Kinder des 69 Jahre alten Betriebshelfers im Abstand von nur wenigen Wochen an einem Aneurysma im Kopf erkrankten. Während sich der 40 Jahre alten Sohn Sven auf dem Weg der Besserung befindet, habe es seine vier Jahre ältere Schwester Maren schlimmer getroffen. Ihre beiden 13 und 17 Jahre alten Kinder werden derzeit von den Großeltern Dirk und Karin Burckhardt betreut.

„Dirk ist uns allen während seiner über 40-jährigen Tätigkeit beim Betriebshilfsdienst Wacken-Schenefeld-Hademarschen so sehr ans Herz gewachsen – auf ihn war immer Verlass“, sagt Maike Möller. Daher war es für sie eine Selbstverständlichkeit, auf irgend eine Art und Weise helfen zu wollen. Und auch Thies Harder unterstreicht, dass es Burckhardt durch ständige Fortbildungen immer wieder gelungen sei, in allen Situationen helfen zu können. Beherrsche er doch alle Bereiche der Landwirtschaft. „So war es vielen Landwirten möglich, sich selbst einmal bis zu zwei Wochen Urlaub zu gönnen.“ Zusammengefasst, so Harder weiter, habe sein langjähriger Mitarbeiter jährlich 46 Tage Krankheitsvertretung und 185 Tage Urlaubsvertretung übernommen.

Jetzt war es für die Spenden-Organisatoren an der Zeit, Hilfe zurückzugeben. „Wir wollten Dirk und Karin mit ihrem Schmerz nicht allein lassen“, beschreiben Möller und Reimers ihre Aktion. Mehrere Nachmittage waren sie damit beschäftigt, bei den einst 35 von Burckhardt betreuten Landwirten und 15 Mitgliedern des Betriebshilfsdienst Geld zu sammeln. Eine beachtliche Summe in Höhe von 3800 Euro kam zusammen – sehr zur Freude der Initiatoren. Unter einem Vorwand luden sie nicht nur Dirk Burckhardt und Ehefrau Karin zur Kaffeetafel ein, sondern auch den Vorsitzenden des Betriebshilfsdienstes Thies Harder und dessen Vorgänger Erich Lahann.

„Ich habe von dieser ganzen Aktion nichts mitbekommen“, betonte Burckhardt, als Thies Harder ihm während des gemütlichen Beisammenseins eine von allen Spendern unterschriebene Karte und die Summe überreichte. „Ihr sollt nun auch mal an Euch denken“, unterstrich Maike Möller. „Das werden wir“, versprach Burckhardt, wolle zunächst aber weiterhin seine Tochter unterstützen. „Vielleicht klappt es dann ja auch, dass wir in diesem Jahr mal wieder unseren Wohnwagen anspannen können, um ein paar Tage zu verreisen.“

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